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Stadt baut Straßenkataster auf

630 km Straßen erfasst und bewertet

Borken - 13. Mai 2009. Verkehrswege sind, ähnlich wie die Fahrzeuge, die sie nutzen, einer ständigen Beanspruchung und einem Alterungsprozess ausgesetzt. Sie müssen regelmäßig gewartet und rechtzeitig instandgesetzt werden. So wie beim Auto nach Jahren die TÜV-Abnahme scheitert, ist auch irgendwann die Straße so verschlissen, dass kleine Reparaturen nicht mehr greifen – die Straße ist zu erneuern.

Das Verkehrsnetz von Borken umfasst bei einer Länge von 630 Kilometern circa 800 Straßen. Um bei dieser Größenordnung Erhaltungsmaßnahmen wirtschaftlich planen und deren Kosten plausibel schätzen zu können, hat die Stadt vor zwei Jahren damit begonnen, ein Straßenkataster aufzubauen. Darunter versteht man eine umfassende Sammlung straßenrelevanter Informationen.

„Für die Umsetzung des Projekts haben wir ein Konzept erstellt, in dem die Anforderungen aus Sicht des Tiefbaus und der Kämmerei und die Arbeitsschritte definiert wurden.“, fasst GIS-Koordinator Klemens Taplan die Ergebnisse der Planungsphase zusammen. Ein Ingenieurbüro digitalisierte auf Grundlage hochauflösender Luftbilder das Straßennetz und die Fahrbahnen, Gehwege und sonstigen Verkehrsflächen. Die Daten wurden ins Borkener Geoinformationssystem (GIS) übertragen. Rolf Schulze Dinkelborg und Christoph Beckmann, Straßenbauingenieure vom Tiefbau, klassifizierten vor Ort den Zustand der Verkehrsflächen nach bundeseinheitlichen Kategorien, wie beispielsweise „Allgemeine Unebenheiten“, Oberflächenschäden, Spurrinnen und anderes mehr. Nebenbei führten sie einen Feldvergleich durch, da wegen üppiger Vegetation nicht alle Verkehrsflächen auf den Luftbildern zu erkennen waren.

Nach Abschluss der Arbeiten können nunmehr per Knopfdruck Werte für die Straßen nach einer Notenskala von eins bis fünf sowie Vermögenswerte für das Neue Kommunale Finanzmanagement (NKF) ausgegeben werden. „Wir können heute Pläne erstellen, in denen die Straßen entsprechend ihrer Bewertungen unterschiedlich eingefärbt sind“, erläutert Taplan die Auswertemöglichkeiten. Die grafische Visualisierung führt zur Erkenntnis, dass der größte Teil der Straßen in Borken sich in einem guten Zustand befindet. Durch die Nutzung von Luftbildern und die Einbeziehung von Ingenieuren aus dem eigenen Haus war eine wirtschaftliche Verfahrensweise möglich. Allein für die Zustandsbewertung und den Feldvergleich hätten bei einer Vergabe über 30.000,- Euro veranschlagt werden müssen. Das Straßenkataster ist neben dem Grünflächenkataster und den Liegenschaften integraler Bestandteil des Borkener GIS.

Pressekontakt: Stadt Borken, Pressesprecher Bernd Kemper, Tel. 02861 / 939 - 303, bernd.kemper@borken.de

Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

Rolf Schulze-Dinkelborg, Klemens Taplan und Christoph Beckmann erstellten das Straßenkataster der Stadt (1)



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Rolf Schulze-Dinkelborg, Klemens Taplan und Christoph Beckmann erstellten das Straßenkataster der Stadt (2)



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