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documenta-Stadt Kassel

Stadtbaurat Witte: Informationen zu Feinstaub liegen gut dokumentiert vor

15. Mai 2009. Stadtbaurat Norbert Witte hat auf die Forderung, mehr über die Feinstaubelastung in den einzelnen Stadtteilen zu informieren, darauf hingewiesen, dass gut dokumentierte Daten vorliegen. Die Daten der beiden Kasseler Messstationen werden einschließlich der Station „Witzenhausen Wald“, die den Regionalen Hintergrund abbildet, seit fast 20 Jahren täglich vom Umwelt- und Gartenamt unter den Amtlichen Bekanntmachungen in der HNA veröffentlicht. Stundenaktuell erfolgt die Information im Internet unter www.hlug.de und den hr-Videotext.

In Kassel werden vom Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) zwei Luftmessstationen, die unter anderem Feinstaub und Stickstoffdioxid messen, mit unterschiedlicher Standortcharakteristik betrieben.

Der Standort „Kassel-Mitte“ auf dem Parkplatz „Hinter der Komödie“ ist für die städtische Hintergrundbelastung repräsentativ. Die Station erfasst die Luftqualität, die für ein innerstädtisches Wohngebiet typisch ist und durch einen Quellenmix von Hausbrand, Kleingewerbe und Straßenverkehr geprägt wird.

Der Standort „Kassel-Fünffensterstraße“ ist für eine hohe Luftschadstoffbelastung durch motorisierten Straßenverkehr charakteristisch, sodass diese Messergebnisse für andere Straßen mit ähnlichen Verkehrsverhältnissen als Orientierung dienen können. Die Fünffensterstraße gilt auch wegen der Straßenschluchtsituation als Standort mit der mutmaßlich höchsten Belastung in Kassel. An vielen stark befahrenen Hauptverkehrsstraßen kann man wegen guter Durchlüftungsbedingungen davon ausgehen, dass trotz des hohen Verkehrsaufkommens günstigere Verhältnisse als in der Fünffensterstraße herrschen.

Aus den Messergebnissen der beiden Messeinrichtungen, die weitgehend parallel verlaufen, kann auf die jeweilige auf die persönliche Wohnsituation zugeschnittene Belastungssituation geschlossen werden: Sind die Messwerte niedrig, ist die lufthygienische Situation auch in anderen Bereichen der Stadt Kassel günstig. Bei hohen Messwerten ist es in anderen Bereichen ebenfalls ungünstig. „Regelmäßige auf verschiedene Straßen bezogene Berechnungen sind dagegen sehr aufwendig und kostenintensiv und würden zu keinen neuen Erkenntnissen für die Bürger führen“, unterstrich Stadtbaurat Witte abschließend.



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