19. Mai 2009. Als ein gelungenes Beispiel für die Entwicklung und Umsetzung von Handlungsprogrammen im Rahmen des demografische Wandels ist jetzt Kassel genannt worden. Die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt), ein von den Städten, Gemeinden und Kreisen gemeinsam getragenes Entwicklungszentrum zur Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung, hat aktuell einen Grundlagenbericht (KGSt-Bericht 1/2009) zum Thema "Management des demografischen Wandels“ veröffentlicht. Darin wird Kassel neben Städten wie Stuttgart, Bielefeld und Potsdam positiv hervorgehoben. Beispielhaft werden die Kasseler Zukunftskonferenzen angeführt, mit denen es durch kreative Kommunikationsformen gelungen sei, mit der Stadtgesellschaft in einen intensiven Dialog zu treten.
„Das ist eine Anerkennung der intensiven und systematischen Arbeit der letzten drei Jahre. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich erneut bei den Akteuren aus Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft für ihr Engagement zur Zukunftssicherung von Stadt und Region Kassel zu bedanken“, sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen im städtischen Pressedienst. „Diese Form des Bürgerdialogs gelte es stetig weiter auszubauen und nachhaltig auf alle Bereiche der Stadtentwicklung zu übertragen.“
Zielsetzung des Grundlagenberichts war die Herausstellung der Bedeutung und der Komplexität des Themas demografischer Wandel, die Sammlung und Darstellung der unterschiedlichen Aktivitäten in den Kommunen, die Darstellung beispielhafter Vorgehensweisen sowie die Entwicklung eines Grundlagenwerks für die erfolgreiche Bewältigung des demografischen Wandels in den Städten und Gemeinden. Die Projektgruppe der KGSt zur Erstellung des Grundlagenwerks war neben eigenen Experten mit Vertretern aus der kommunalen Praxis besetzt. Kassel war durch den Leiter des Personal- und Organisationsamtes, Dr. Joachim Benedix, vertreten.
Aus dem Bericht lassen sich grundsätzlich drei Herausforderungen für die Kommunen ableiten. Die notwendige Veränderungen sind nachhaltig und wirksam einzuleiten. Die Umsetzungsprozesse müssen strategisch angelegt und gesteuert werden. Die Angebote der Kommune müssen dem veränderten Bedarf angepasst und innovative Lösungen für kommunale Infrastrukturleistungen entwickelt und umgesetzt werden. Es bedarf der öffentlichen Diskussion und der Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in den Prozess.
Die zentralen Elemente des Demografieprozesses in Kassel waren und sind dezernats- und ämterübergreifende Entwicklungen von Zielen und Maßnahmen, Beteiligung wichtiger Entscheidungsträger der Stadtgesellschaft und der Region, Initiierung von Leuchtturmprojekten und Netzwerken, Einrichtung eines Zukunftsbüros zur Koordinierung der demografischen Aktivitäten sowie aktive Öffentlichkeitsarbeit zur Sensibilisierung für das Thema „Demografie“.
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