Arbeitgeber Stadt Kasse ist aktiv beim Gesundheitsschutz für Erzieherinnen und Erzieher

25. Mai 2009. Im Zusammenhang mit dem erneuten Streik in den städtischen Kindertagesstätten ab Dienstag, 26. Mai, hat die Stadt Kassel jetzt darauf hingewiesen, dass sie seit Jahren die Gesundheit ihrer Erzieherinnen und Erzieher fördert. Die erneuten Arbeitskampfmaßnahmen haben einen tariflich geregelten Gesundheitsschutz für das pädagogische Personal zum Ziel.

Lärm, Stress, Zeitdruck und körperlichen Belastungen, zum Beispiel durch das Tragen der Kinder, führe häufig zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen des pädagogischen Personal, erläuterte ein Sprecherin. Kopf- und Rückenschmerzen oder Erschöpfung seien oft auftretende Krankheitsbilder. In Zusammenarbeit mit der Unfallkasse Hessen und der Universität Kassel habe der Arbeitgeber Stadt Kassel daher im August 2001 eine wissenschaftliche Untersuchung zur „Belastungs- und Beanspruchungsoptimierung in Kindertagesstätten“ durchgeführt. Im Anschluss an diese Untersuchung sei die Kindertagesstätte Philippinenhof als Modellobjekt für die Gesundheitsförderung umgestaltet worden. Dazu gehöre unter anderem ein entsprechender Lärmschutz in allen Räumen der Einrichtung und höhenverstellbare Stühle für die Erzieherinnen und Erzieher.

„Die Ergebnisse dieser Modellentwicklung wurden mittlerweile für alle städtischen Kindertagesstätten übernommen und die nachhaltige Gesundheitsförderung wird immer wieder aktualisiert und optimiert.“

Bereits umgesetzte Maßnahmen sein zum Beispiel der Lärmschutz und ergonomisches Mobiliar. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden regelmäßig durch den Betriebsärztlichen Dienst Region Kassel untersucht und in gesundheitlichen Angelegenheiten betreut und beraten. In Zusammenarbeit mit Krankenkassen wurde für alle Erzieherinnen und Erzieher ein Kurs zum Thema „Rückenschule“ durchgeführt, zu dem es auch regelmäßige Nachschulungen gibt.

„Im Rahmen des Gesundheitsmanagements der Stadt Kassel gibt es vielfältige Angebote, die für die körperliche und psychosoziale Gesundheit. Yoga, Entspannungstechniken und sportliche Aktivitäten werden zum Teil auch kostenfrei und während der Arbeitszeit angeboten.“, führte die Sprecherin weiter aus.

Im Herbst 2008 wurde zur Evaluation der Arbeitsbedingungen eine Befragung in den Einrichtungen durchgeführt, die aufgrund der guten Beteilung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Grundlage für weitere gesundheitsfördernde Maßnahmen biete. Ferner werden die Erzieherinnen und Erzieher durch eine pädagogische Fachberatung und durch eine Psychologin in ihrer Arbeit unterstützt.

Trotz der angespannten Haushaltslage der Stadt Kassel seien in den vergangenen Jahren Qualitätsstandards verabschiedet worden, die zusätzliches Personal für die Erweiterung der Betreuungsangebote vorsieht. „Die personellen Standards der Stadt Kassel liegen damit über den Mindeststandards des Landes Hessen, welches erst zum 1. September 2009 die Mindeststandards anheben wird.“

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