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Magdeburg, 05. Juni 2009
Vom flämischen Brügge über Magdeburg nach Brück
„Titanen on Tour - Europa erfahren, Geschichte erleben“

Unter dem Motto „Titanen on Tour“ zieht derzeit ein Kaltblüter-Planwagentreck vom belgischen Brügge kommenden in Richtung Brandenburg. Am kommenden Donnerstag wird der Treck Magdeburg erreichen. Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper wird den Treck gegen 15.30 Uhr auf dem alten Markt begrüßen.

 

Der Weg des originalgetreuen Planwagen-Trecks führt seit dem 2. Mai 2009 vom belgischen Brügge in Flandern u. a. über Brüssel, Vaals (Niederlande), Aachen, Braunschweig und Magdeburg und endet am 27. Juni 2009 in Brück im brandenburgischen Teil des Flämings.

 

Wie an den anderen Etappenzielen wird auch in Magdeburg eine Wagenburg aufgebaut. Hier erhalten Besucher in einer zweisprachig gestalteten Ausstellung "Aus Flandern in die Mark" einzigartige Einblicke in die Geschichte des 12. Jahrhunderts. Die Titanen on Tour mit ihren 10 Planwagen erreichen die Stadtgrenze in der Agrarstraße voraussichtlich um 12.00 Uhr und ziehen über Olvenstedt, Damaschkeplatz und Otto- Reuter- Allee zum Alten Markt, wo sie gegen 15:30 Uhr von Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper empfangen werden. Auf dem Weg des Trecks durch die Stadt kann es zu kurzzeitigen Verkehrseinschränkungen kommen.

 

Im Foyer Altes Rathaus findet gegen 15:50 Uhr gleichzeitig, und das bereits zum fünften Mal,  der historische „Gang des Magdeburger Rechts“ statt. Die daran teilnehmenden historischen Persönlichkeiten wie Eike von Repgow mit seinem historischen Gefolge, runden den Aufenthalt des Trecks  der „Titanen on Tour“ zeitgeschichtlich und optisch ab. Interessierte Bürger sind auch hier gern gesehene Gäste. wenn es darum geht, einen bedeutsamen Teil der Geschichte Magdeburgs lebendig werden zu lassen und spielend zu erfahren, wie wichtig es ist, Konflikte im friedlichen Miteinander und gegenseitigem Respekt zu lösen.

 

Hintergrund

Vor 850 Jahren suchten viele Flamen ihr Glück im Osten und zogen mit Planwagen vom belgischen Brügge nach Brück. Seit der nachweislich im Jahre 1159 von Erzbischof Wichmann von Magdeburg verfügten Gründung zweier flämischer Kolonien an der mittleren Elbe, die in Anwesenheit Albrechts des Bären erfolgte, sind einige hundert Jahre vergangen. Zur Besiedlung suchten sie damals Einwanderer, die vor allem Landwirtschaftsexperten sein sollten. Sie fanden sie in Flandern und Holland.

 

Flamen, Holländer und Seeländer machten sich damals auf den Weg in den slawischen Osten, um neue Dörfer zu gründen, Land urbar zu machen und zu Wohlstand zu gelangen. Sie entflohen damit den stürmischen Witterungsverhältnissen an der Nordsee, den durch Vererbung immer kleineren Höfen und erlagen auch dem geschickten Verhandeln der Kundschafter, die mit Versprechen nach neuem Wohlstand lockten. In langen Trecks kamen die ersten um 1159 in der neuen Heimat an. Dort erschlossen die Siedler mit ihren innovativen landwirtschaftlichen Geräten wie dem Wendepflug die Wildnis, gründeten Dörfer und bauten Kirchen. Vielfach nannten sie die neuen Siedlungen nach ihrem alten Zuhause. So hat der Name Brück (Land Brandenburg) vermutlich seinen Ursprung in Brügge. Und so wurde der Landstrich zum Fläming.

 

Der Besiedlung des heutigen Flämings durch die einwandernden Flamen haben es die Magdeburger u.a. zu verdanken, dass sie sich heute über den Genuss von Spargel freuen können. Denn die Siedler hatten nicht nur wichtige Kenntnisse im Brunnenbau, neue landwirtschaftliche Geräte und neue Anbaumethoden. Mit Spargel und Kürbis brachten sie auch unbekannte Feldfrüchte mit.



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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
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