Neue Künstler präsentieren sich und ihre Arbeiten
Atelierausstellung in den Tessenow-Garagen
Magdeburg.
Zum vierten Mal wurden die Künstlerateliers in den Tessenow-Garagen neu vergeben. Zum Auftakt ihres Wirkens in der Landeshauptstadt möchten sich vier der insgesamt fünf neuen, auswärtigen Künstler mit einer kleinen Begrüßungsausstellung am kommenden Freitag (19. Juni) ab 19.00 Uhr vorstellen und einige ihrer bisherigen Arbeiten präsentieren.
Die neuen Nutzer sind Manuela Fersen und Michael Weissköppel, die sich ein Atelier teilen und zusammen arbeiten, Martin Werthmann, Oliver Scharfbier und Christopher Smith. Drei Künstler arbeiten für weitere drei Jahre in den Künstlerateliers an der Tessenowstraße: Cathleen Meier, Mario Lobedan und Anne Rose Bekker.
Allen kunstinteressierten Bürgerinnen und Bürgern, Verantwortlichen der Stadtverwaltung sowie Künstlerinnen und Künstlern aus der Region soll mit dieser Atelierausstellung die Möglichkeit gegeben werden, die neuen Ateliernutzer Manuela Fersen, Michael Weissköppel, Martin Werthmann und Oliver Scharfbier kennen zu lernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
Gleichzeitig möchten die neuen Künstlerinnen und Künstler diesen Abend nutzen, um sich bei der Landeshauptstadt für das Engagement der Kunst- und Kulturförderung zu bedanken. Durch die mietfreie Bereitstellung von Ateliers unterstützt die Landeshauptstadt seit 1999 Künstlerinnen und Künstler.
Hintergrund
In den Künstlerateliers in den Tessenow-Garagen besteht seit 1999 die Möglichkeit, stetig sieben Künstler durch die mietfreie Bereitstellung der Ateliers zu fördern. Lediglich die Betriebskosten, die mit der vierten Neuvergabe atelierbezogen abgerechnet werden, müssen von den Künstlern getragen werden. Nach zwei dreijährigen und einer vierjährigen Nutzungsphase beginnt am 1. Juni 2009 die vierte Neuvergabe der sieben Künstlerateliers.
Vor Vergabe der Ateliers erfolgt eine bundesweite Ausschreibung für darstellende und bildende Künstler. Der Kunstbeirat unter Vorsitz des Kulturbeigeordneten Dr. Rüdiger Koch sichtet die Bewerbungen der Künstler und trifft eine Entscheidung.
Die Ateiliers sind ca. 50 qm groß (Arbeitsfläche), ca. 4.30 hoch und verfügen über einen ebenerdigen Zugang, der es leicht macht, auch schwere Arbeiten unproblematisch zu transportieren. Darüber hinaus verfügt jedes Atelier über einen Raum im Dachgeschoss (ca. 35 qm). In den Ateliers sind mit Beginn der vierten Neuvergabe Duschen vorgesehen.
Oliver Scharfbier:
1967 in Hamburg geboren, lebt und arbeitet in Berlin
1999 Studium - Kunsthochschule Kassel: Freie Kunst, Visuelle Kommunikation
2005 Abschluss mit Auszeichnung an der Kunsthochschule Kassel im Studiengang Freie Kunst
2006 Abschluss mit Auszeichnung an der Kunsthochschule Kassel im Studiengang Visuelle Kommunikation
Ausstellungen:
2005 ambasciator non porta pena – Stellwerk, Kassel
2003 nothing to repair - SKC, Belgrad
2002 Südsee der deutschen Seele - Stellwerk, Kassel
2002 Konzert für Almas Corovic - Airport Galerie, Kassel
Preise/Förderungen:
2009 Atelierstipendium der Landeshauptstadt Magdeburg
2008 Artist in Residence - NEONEO-Kunstagentur, Berlin
2006 Studienabschlussförderung - Hessische Filmförderung
1998 Ankauf, Hansestadt Bremen - Kunst im öffentlichen Raum
Manuela Fersen Michael Weissköppel
beide 1969 geboren
1993 1999 Studium Visuelle Kommunikation/Grafik-Design,
Fachhochschule Bielefeld, FB Gestaltung
2000 Diplom an der FH Bielefeld, Grafik-Design/Malerei
2000 - 2003 Studium Freie Kunst,Hochschule für Bildende Künste, Braunschweig
2003 Diplom bei John M Armleder und Lienhard v. Monkiewitsch
2004 Meisterschüler
Theodor-Kohl-Preis für Malerei für M. Weissköppel
Stipendium Stiftung Künstlerdorf, Schöppingen
Ausstellungen (Auswahl)
2000 Kleine Form ganz groß, Marstall/Schloß Ahrensburg, Stormarn
Rote Meile Melle, Gemeinschaftsprojekt mit dem Kunstverein Melle
2001 ConverArt, Magdeburger Dom, Magdeburg
Mein Liebling, Technikum, Rheda-Wiedenbrück
2002 Stippvisite, Niedersächsischer Landtag, Hannover (M. Fersen)
2003 klick n zapp, Galerie auf Zeit, Braunschweig
2004 Nordwestkunst, Kunsthalle Wilhelmshaven (Katalog)
7up, Galerie Schüppenhauer, Köln
Sehet das Haus errichtet vom kunstreichen Jack, Kunstverein Meppen
Landschaft und Mensch, Kunstverein Neustadt a. Rbge. (Katalog)
Sehet das Haus errichtet vom kunstreichen Jack II, Galerie vom Zufall und vom Glück, Hannover
2005 ikob Kunstpreis Ausstellung, Museum für Zeitgenössische Kunst, Eupen, Belgien (Katalog)
Lovely Shanghai Music, Plattform 2, Kunstverein Hannover
Versunkene Berge - vom Bodenpersonal ausgerollt, Galerie 61, Bielefeld
2006 synchron berlin - synkron københavn, LARMGalleri, Kopenhagen
Schatz! Ich geh baden!, Kunstverein Wolfenbüttel (M. Fersen)
Why do birds sing?, Schmidt Galerie, Berlin
Lovely Shanghai Music, Zendai Museum, Shanghai
Bodenfrost, Kunstverein Wolfenbüttel (M. Weissköppel)
Aquaplaning, Keimzelle Kunst, Ostbevern
2007 Art Amsterdam, Schmidt Galerie
Tristesse Deluxe, Verein Junge Kunst Wolfsburg e.V. (M. Weissköppel)
sampler, Kunstverein Perron I, Delden (NL)
2008 De Oost West Connectie, KCO Cultuursalon, Zwolle (NL)
Waste not - want not, MIKC, Delden (NL)
2009 Viva la mamma!, Kunst & Co., Flensburg (M. Fersen)
Das Bielefelder Gefühl, Kunstverein Bielefeld
Martin Werthmann
Werthmann 1982 in Gießen geboren, wuchs in Hannover, Fulda und Kassel auf. Nach dem Abitur und einer Ausbildung zum Industriemechaniker arbeitete er in der Entwicklungshilfe, bis er 2004 das Studium der Freien Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg aufnahm. Dort studierte Werthmann von 2004 bis 2009 bei Andreas Slominski. Darüber hinaus bei Fatih Akin, Wim Wenders und Daniel Richter. Bereits während des Studiums stellte Werthmann in verschiedenen Städten Europas aus. Im Jahr 2007 war Werthmann mit einem großen Projekt im Begleitprogramm der documenta 12 in Kassel vertreten. 2008 baute er einen Brunnen für die Stadt Langenselbold. In diesem Jahr werden Arbeiten von Werthmann noch auf Aufstellungen in Hamburg, Berlin und Posen zu sehen sein.
Hinweis für Medienvertreter:
Fotos der Künstler stellen wir Ihnen gern zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich dazu an die Pressestelle (Tel.: 540 27 69).
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