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Magdeburg, 15. Juli 2009
„Mit Editha Beier hat Gleichstellung in Magdeburg ein Gesicht gewonnen!“
BM Koch verabschiedet Gleichstellungsbeauftragte in den Ruhestand

Magdeburg.

Magdeburgs Bürgermeister Dr. Rüdiger Koch hat heute die langjährige Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt, Editha Beier in den Ruhestand verabschiedet. „Sie haben Visionen verfolgt und Herausforderungen angenommen“, würdigte Rüdiger Koch die Arbeit der Leiterin des Amtes für Gleichstellung und dankte ihr für das langjährige Engagement zum Wohle der Stadt.

 

„20 Jahre institutionalisierte Frauenpolitik und Frauenlobbyarbeit des Amtes für Gleichstellungsfragen haben das Gesicht der Landeshauptstadt Magdeburg auf sehr eigene Art geprägt“, so der Bürgermeister in seiner Würdigung. Seit 1990 war Editha Beier Amtsleiterin und kommunale Gleichstellungsbeauftragte. Sie hat dieses Amt aufgebaut und Netzwerke kommunaler Frauenarbeit geknüpft.

 

Seit 1990 setzen sich die Mitarbeiterinnen des Amtes und im besonderen Maße die Leiterin und Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt für die Umsetzung der Chancengleichheit von Frauen und  Männern und deren Gleichberechtigung in Magdeburg ein.

 

Zu den Schwerpunkten der Arbeit auf kommunaler und Landesebene zählten dabei:

-         der Auf- und Ausbau der Strukturen zur Frauenförderung und Gleichstellung,

-         das Sichtbarmachen der gesetzlichen Zusammenhänge zur Emanzipation der Frauen,

-         die Vernetzung von Projekten in der Stadtverwaltung und darüber hinaus

-         die Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und Männer.

 

Auch über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus bezog Editha Beier Position und engagierte sich in verschiedenen Gremien. So war sie unter anderem:

-         viele Jahre Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten in Sachsen-Anhalt,

 

 

-         Bundessprecherin der Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten in Deutschland,

-         seit 1990 Sprecherin der Frauenkommission des Deutschen Städtetages und des Frauen- und Gleichstellungsausschusses des Deutschen Städtetages und

-         Mitglied im Beirat der Frauenbeauftragten der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland.

 

Das Informieren über die UN-Konvention gegen jede Diskriminierung der Frauen als Internationales Recht war Magdeburgs Gleichstellungsbeauftragter immer ein besonderes Anliegen. Darüber hinaus engagierte sie sich insbesondere für

-         die Unterstützung von Projekten gegen Gewalt an Frauen und die Initiierung der Beratungsstelle Pro Mann des Deutschen Familienverbandes,

-         die Förderung von Frauen mit Behinderungen und Migrantinnen,

-         die Unterstützung von Projekten für Existenzgründerinnen und die Zusammenarbeit mit Netzwerken und Agenturen,

-         die Schaffung einer Einrichtung für obdachlose Frauen und Familien.

 

„Dem ganz besonderen Engagement Editha Beiers ist es zu verdanken, dass die Zusammenarbeit mit Einrichtungen und Institutionen der Stadt verstärkt und neue Kooperationen aufgebaut wurden“, würdigte Bürgermeister Dr. Koch die scheidende Mitarbeiterin der Stadtverwaltung. „Darüber hinaus entstanden unter ihrer Leitung neue Formen der Frauenförderung“

 

Besonders am Herzen lag Editha Beier die Geschichte der Frauen und der Emanzipation und dem Sichtbarmachen ihrer Wurzeln. In von ihr initiierten Projekten entstanden z.B. die Broschüre „Die feministische Stadtführerin“ und zwei „Frauenorte“ – eine Gedenktafel für die Begine Mechthild von Magdeburg und eine zweite für die erste Gemahlin Otto des Großen, Königin Editha, und die Kaiserinnen Adelheid und Theophanu. Auch die beiden Broschüren über die Magdeburger Trümmerfrauen und ihr Engagement für die Stadt, die durch das Projekt „Trümmerfrauen gesucht“ entstanden, sind kostbare Schätze zur Stadtgeschichte.

 

Hintergrund

Editha Beier wurde 1944 in Magdeburg geboren. Sie hat zwei Söhne. Bereits vor 1990 engagierte sie sich für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern, u.a. in der Erwachsenbildung in der Katholischen Kirche, in der Gruppe „Frauen für den Frieden“, der Fraueninitiative Magdeburg e.V. und im Unabhängigen Frauenverband (UFV). 1989/1990  vertrat sie den UFV am Runden Tisch der Stadt Magdeburg. Seit August 1990 war sie  Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Magdeburg und Leiterin des Amtes für Gleichstellung.



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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
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39104 Magdeburg
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