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Magdeburg, 20. Juli 2009
Magdeburg gedachte Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944
Kranzniederlegungen und Gedenkworte an der Henning-von-Tresckow-Stele

Die Bundeswehr und die Landeshauptstadt Magdeburg sowie rund 100 Magdeburgerinnen und Magdeburger haben heute der Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 gedacht. Der Kommandeur des Bundeswehr-Landeskommandos Sachsen-Anhalt Oberst Friedemann Wolf und Magdeburgs Bürgermeister Dr. Rüdiger Koch legten am Nachmittag Kränze an der Henning-von-Tresckow-Stele nieder.

 

Zuvor hatten beide Persönlichkeiten sowie Prof. Dr. Karl-Heinz Paqué von der Magdeburger Otto-von-Guericke-Universität mit Gedenkworten an die Widerstandskämpfer um Henning von Tresckow erinnert. Anlass war der 65. Jahrestag des gescheiterten Attentates auf Hitler 1944.

 

"Mit der jährlichen Kranzniederlegung an der Henning-von-Tresckow-Stele halten wir die Erinnerung an die mutigen Widerstandskämpfer um Henning von Tresckow wach", so Bürgermeister Dr. Rüdiger Koch in seinen Gedenkworten. "Wir setzen ein Zeichen wider das Vergessen und die Gleichgültigkeit und fordern auf, offen für Demokratie und Menschenrechte einzutreten."

 

Weitere Kränze legten Landtagspräsident Dieter Steinecke sowie Vertreter der Linke-Landtagsfraktion, der Stadtratsfraktionen von SPD-Tierschutz-future  und CDU, des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und des Rotary Clubs Magdeburg nieder. Für den musikalischen Rahmen sorgte der Reservistenmusikzug Niedersachsen unter der Leitung des Stabsunteroffiziers der Reserve Manfred Lilienthal.

 

General Henning von Tresckow wurde am 10. Januar 1901 in Magdeburg geboren und verbrachte hier einen Teil seiner Kindheit. Er stammte aus einer alten preußischen Adelsfamilie, die auf eine lange Reihe von Offizierskarrieren in den verschiedensten Heeren zurückblicken konnte. Dieser Tradition folgend, trat er bereits 1917 in die kaiserliche Armee ein und wurde im Juni 1918 zu einem der jüngsten Leutnants der Truppe ernannt.

 

Nach dem ersten Weltkrieg verließ er die Armee, studierte Jura und arbeitete ab 1923 an der Börse. Erst 1926 trat er wieder in die Reichswehr ein. Die Machtübernahme und den Aufstieg der Nationalsozialisten in der Weimarer Republik sah Tresckow zunächst mit großem Wohlwollen. Nach ersten Zweifeln wurde ihm jedoch zunehmend bewusst, was für eine Politik Hitler betrieb. Nach den Novemberpogromen von 1938 stellte er sich mehr und mehr auf die Seite der entschlossenen Regimegegner.

 

Henning von Tresckow ging in die Geschichte als eine der großen Persönlichkeiten der Verschwörung gegen Adolf Hitler ein. Tresckow war maßgeblich an der Vorbereitung des Attentats auf Hitler am 20. Juli 1944 in der Wolfsschanze durch Oberst Graf von Stauffenberg beteiligt. Am Tag nach dem gescheiterten Attentat hatte sich Tresckow das Leben genommen.

 

Die Gedenkstele wurde anlässlich des 100. Geburtstages Henning von Tresckows am 10. Januar 2001 an der gleichnamigen Straße enthüllt.



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