20. Juli 2009. „Der Angriff von Frau Weber ist unredlich und von Unkenntnis bestimmt“, erklärte jetzt Stadtbaurat Norbert Witte im städtischen Pressedienst zu den Vorwürfen der grünen Stadtverordneten zum Thema „Ökologische Siedlung Oberzwehren“. Frau Weber versuche den Eindruck zu erwecken, der Stadt stünden aus dem Programm „Energieeffiziente Stadt“ Fördermittel zur Verwirklichung des Projekts zur Verfügung. „Dies ist schlicht nicht der Fall“, meinte Witte.
Das Programm „Energieeffiziente Stadt“ sei ein Forschungsprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Auf der Grundlage des von der Stadt entwickelten Konzeptes „Ökologische Siedlung Oberzwehren“ sei es dem Kompetenznetzwerk deENet e.V. erfreulicherweise gelungen, Fördermittel in diesem Programm einzuwerben. „Frau Weber sollte aber zur Kenntnis nehmen, dass die Stadt selbst keine Fördermittel erhält.“ Nur auf diesen Umstand habe er in der vergangenen Stadtverordnetenversammlung hingewiesen, führte der Stadtbaurat weiter aus. So habe er in der Stadtverordnetenversammlung ausführlich darüber informiert, dass sich die Stadt derzeit intensiv um eine vertragliche Lösung mit der Hessischen Landgesellschaft (HLG) zur Umsetzung der ökologischen Siedlung bemühe. Bereits damals habe er die Siedlung als „ein wichtiges Impulsprojekt für Energie optimierten Städtebau in Kassel und Region“ bezeichnet. Die Einigung mit der HLG sei aber die notwendige Grundlage für jeden weiteren Entwicklungsschritt. „Wie Frau Weber aus dieser ausführlichen Antwort mangelndes Interesse ableiten kann, ist völlig unverständlich“, führte Witte weiter aus.
An dem Ziel, in Oberzwehren ein Modellprojekt für energieeffizienten Städtebau zu verwirklichen, arbeite die Stadt in enger Abstimmung mit deENet. Die Ergebnisse der Grundlagenforschung von deENet sollten nämlich in das Projekt einfließen. „Magistrat, Kommunalpolitik und deENet ziehen an einem Strang, um das anspruchsvolle Projekt „Ökologische Siedlung Oberzwehren“ erfolgreich zur Umsetzung zu bringen. Unsachliche Polemik hilft hier nicht weiter!“, erklärte Stadtbaurat Witte abschließend.
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