05. August 2009. Das Straßenverkehrsamt hat alle Ortsbeiräte mit der Bitte angeschrieben, weitere Standorte für den Einsatz von Dialog-Displays im Stadtgebiet zu benennen, teilte jetzt der Leiter des Straßenverkehrsamtes, Gunnar Polzin, im städtischen Pressedienst mit.
Das Dialog-Display basiere auf einer intelligenten Kommunikation mit den Autofahrern. Durch einen Dialog (Anzeige der gemessenen Geschwindigkeit in Verbindung mit "Langsam" in roten Lettern und "Danke" in grün) würden diese zu einer angepassten Geschwindigkeit aufgefordert - und auch gelobt, wenn sie sich ordnungsgemäß verhalten hätten, so der Straßenverkehrsamtschef weiter.
Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) hatte eine wissenschaftliche Untersuchung an Standorten von Dialog-Display vorgenommen. Die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung sind laut Polzin: Bei Einsatz des Dialog-Displays wurden deutliche und anhaltende Verhaltensänderungen bei den Kraftfahrern beobachtet. Je nach Einsatzort verringerte sich in der Untersuchungsphase die Durchschnittsgeschwindigkeit um 1,8 bis 6 km/h. Der prozentuale Anteil der Fahrer, die die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit überschritt, verringerte sich deutlich um 43 bis 64 Prozent. Die Geschwindigkeitsrückgänge fallen in den sicherheitsrelevanten oberen Geschwindigkeitsbereichen besonders deutlich aus. Die befragten Fußgänger nahmen deutliche Unterschiede des Fahrverhaltens der Kraftfahrer und eine spürbare Erhöhung der eigenen Sicherheit beim Einsatz des Dialog-Displays wahr. Das Sicherheitsgefühl der befragten Passanten an den Querungsstellen (Zebrastreifen, Inseln, Ampeln) erhöhte sich und die Fußgänger-Kraftfahrer-Interaktion wurde als sicherer erlebt.
Das Straßenverkehrsamt beabsichtige, gegebenenfalls ein oder mehrere mobile Geräte zusätzlich zu beschaffen, erklärte Polzin. Er habe deshalb die Ortsbeiräte um Vorschläge gebeten, an welchen Standorten in ihrem Ortsbeirat zusätzlich zu den bisherigen Standorten die Geschwindigkeitsanzeige aufgestellt werden solle. Die neu zu erwerbenden Geräte würden dann nach Prüfung der Standorte durch das Straßenverkehrsamt wechselseitig aufgestellt.
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