07. August 2009. Als „typisches nordhessisches Nord-Süd-Problem“ hat Oberbürgermeister Bertram Hilgen die geplante Verlagerung von Aufgaben der Bezirksstelle Kassel der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) bezeichnet. Leider komme es immer wieder vor, dass unter dem Vorzeichen von Modernisierung und Rationalisierung Arbeitsplätze von Nord- nach Südhessen wandern und die nordhessische Region bluten müsse.
Das sei aber unter strukturpolitischen Überlegungen nicht nachvollziehbar, sei doch gerade Nordhessen, wo die Arbeitslosigkeit deutlich höher liege als in Südhessen, auf jeden Arbeitsplatz angewiesen. So auch bei den sich abzeichnenden Änderungen innerhalb der Aufgabenverteilung KVH. Daher habe er nach Bekanntwerden der möglichen Verlagerung von Arbeitsplätzen von Kassel nach Südhessen im Zuge des beabsichtigten Umbaus gemeinsam mit Landrat Uwe Schmidt die Mitglieder der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen angeschrieben und um Unterstützung gebeten, dass die Bezirksstelle Kassel erhalten bleibt. Es gebe unter fachlichen Aspekten keinen überzeugenden Grund, die Abrechnung nach Frankfurt zu verlagern, weil die Bezirksstelle Kassel ausgesprochen wirtschaftlich arbeitet, hatten Hilgen und Schmidt in ihrem Schreiben dargelegt. So war es 2003 gelungen, den Verwaltungskostensatz auf unter ein Prozent zu senken, womit eindrucksvoll bewiesen sei, dass sich Dezentralität und Wirtschaftlichkeit nicht ausschließen müssen.
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