13. August 2009. „Die Stadt Kassel hat ihre Schulden in den vergangenen zwei Jahren um rund 115 Millionen Euro reduziert.“ Damit widerspricht Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel den Aussagen des Bundes der Steuerzahler Hessen bei der Vorstellung der Schuldenuhr auf dem Opernplatz. Die Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler laufe in die falsche Richtung. Sie berücksichtige nämlich nicht den sehr erfolgreichen Schuldenabbau der Stadt Kassel in den letzten zwei Jahren, meinte Dr. Barthel am Donnerstag im städtischen Pressedienst.
Insgesamt hat sich der Bestand an Verbindlichkeiten aus Kreditaufnahmen von 727 Millionen Euro Ende 2006 auf 612 Millionen Euro Ende 2008 reduziert. Das bedeute, so Stadtkämmerer Dr. Barthel, etwa sechs Millionen Euro Zinsentlastung pro Jahr.
„Wenn wir es schaffen, Schulden in der Größenordnung von 20 bis 40 Millionen Euro jährlich abzubauen, bleibt uns in den nächsten Jahren die finanzielle Handlungsfähigkeit erhalten. Damit können wir uns den Herausforderungen durch den erwarteten demografischen Wandel stellen und die erforderlichen Maßnahmen weiterhin finanzieren“, erklärte der Stadtkämmerer weiter.
Er sei zuversichtlich, dass die Entwicklung im Schuldenabbau in den kommenden Jahren weiterhin anhalte. „Die Finanzkrise ist bisher bei der Stadt nicht wie erwartet angekommen. Restriktive Maßnahmen im Haushaltsvollzug werden außerdem zum Schuldenabbau ihren Teil beitragen“, äußerte sich Dr. Barthel optimistisch.
Die Schulden seien bis zum 1. August 2009 gegenüber dem Vorjahr einschließlich der Mittel aus dem Sonderinvestitionsprogramm des Bundes und Landes weiterhin um zirka 15 Millionen Euro reduziert worden. Entgegen den Aussagen des Bundes der Steuerzahler habe die Stadt Kassel in den sehr guten Jahren 2007 und 2008 die zusätzlichen Einnahmen genutzt, um Schulden zu reduzieren und damit Vorsorge für die Zukunft getroffen, unterstrich der Kasseler Stadtkämmerer abschließend.
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