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| Pressemitteilung vom 20. August 2009 |
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Seniorenbeiräte und Gesundheitsamt kooperieren in der Prävention von Hitzekrankheiten Region Kassel (psk). Die Seniorenbeiräte und das Gesundheitsamt wollen in den kommenden Jahren in Fragen des Gesundheitsschutzes älterer Menschen bei Hitzewellen eng zusammen arbeiten. Darauf verständigten sich gestern die Teilnehmer des 1. Expertenworkshops „Hitzeprävention“, zu dem das Gesundheitsamt die Seniorenbeiräte von Stadt, Landkreis und Gemeinden, zeitgleich mit einer erneuten Hitzewarnung des Deutschen Wetterdienstes, ins Kasseler Kreishaus eingeladen hat. „Wir beobachten leider immer wieder, dass die Gefahr, die nachweislich von Hitzewellen für die Gesundheit ausgeht, häufig unterschätzt wird“, berichtete die Leiterin des Gesundheitsamtes Dr. Karin Müller. Beunruhigend sei das insbesondere bei älteren Menschen, bei chronisch Kranken und pflegebedürftigen Personen, da sie sich generell nicht mehr so gut an extreme Temperaturen anpassen könnten. „Ältere Menschen sollten bei anhaltender Hitze auf ihre Gesundheit besonders achten und Symptome ernst nehmen“, betont Dr. Müller. Wichtig sei es, genügend zu trinken, leichte Kost zu verzehren, die Sonne zu meiden und sich überwiegend in kühlen Räumen aufzuhalten. In hessischen Alten- und Pflegeheimen würden diese Empfehlungen in Kooperation mit der Hessischen Heimaufsicht flächendeckend umgesetzt. Wie Menschen über 75 Jahre, die zu Hause leben, adäquat vor Hitzekrankheiten geschützt werden könnten, sei dagegen unklar, führte die Leiterin des Gesundheitsamtes weiter aus. Die Krankenkassen würden nach wie vor nur ein Bruchteil ihrer Einnahmen für die Krankheitsprävention ausgeben und erschwerten damit die Prävention von Hitzekrankheiten im ambulanten Bereich. Das Gesundheitsamt arbeite in Anbetracht dessen intensiv an geeigneten Lösungsstrategien für dieses Problem. „Eine gezielte Hitzeprävention im ambulanten Sektor ist derzeit aufgrund der geringen Ausgaben für Prävention in der Gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung überhaupt nur im interdisziplinären Netzwerk - quasi als Querschnittaufgabe - leistbar“, erläutert Markus Heckenhahn, der ein Projekt zur „Hitzeprävention“ im Gesundheitsamt betreut, die Initiative des Amtes. Gemeinsam mit niedergelassenen Ärzten, Pflegediensten, Wohlfahrtsverbänden, Seniorenbeiräten, Kirchen und Kommunen wird dies vom Gesundheitsamt von 2008 bis 2013 im Rahmen von „Klimzug-Nordhessen“ exemplarisch in Stadt und Landkreis entwickelt und erprobt. Bezüglich der besonderen Belange älterer Menschen in Sachen Gesundheitsschutz wird das Gesundheitsamt nun von den Seniorenbeiräten aus der Region beraten; sie haben sich gestern zum ehrenamtlichen Projektbeirat konstituiert. Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn |
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LANDKREIS KASSEL
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Harald Kühlborn
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