Städtisches Grün als Lebensraum für Bestäuberinsekten
Thema des 17. Landschaftstages in Magdeburg
Am Samstag, dem 12. September 2009, veranstaltet das Umweltamt der Landeshauptstadt Magdeburg von 10:00 bis 16:30 Uhr im Alten Rathaus den 17. Landschaftstag. Thema des diesjährigen Landschaftstages ist das städtische Grün als Lebensraum für Bestäuberinsekten. Zum Tagungsprogramm gehört auch eine Exkursion in den Kreativgarten Paradieschen in Buckau.
"Beim 17. Landschaftstag möchten wir interessierte Magdeburgerinnen und Magdeburgern für ihre natürliche Umwelt sensibilisieren", begründet der Beigeordnete für Kommunales, Umwelt und Allgemeine Verwaltung Holger Platz die diesjährige Themenauswahl. "In diesem Jahr stehen Bestäuberinsekten, wie zum Beispiel Bienen und Hummeln, im Mittelpunkt der Tagung. Auf die Besucher warten spannende Referate und eine Exkursion."
Die Referenten kommen vom Naturschutzbund Deutschland, dem Imkerverein der Stadt Magdeburg und Umgebung und der Bayerischen Landesanstalt für Gartenbau und Weinbau. Nach den einzelnen Referaten besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Eine Exkursion in den Kreativgarten Paradieschen ergänzt das Tagungsprogramm. Dort werden unter anderem ein Bienenlehrstand vorgestellt und eine Honigverkostung angeboten. Eröffnet wird der 17. Landschaftstag vom Beigeordneten für Kommunales, Umwelt und Allgemeine Verwaltung Holger Platz.
Der Landschaftstag findet seit 1993 jährlich statt. Mit der Veranstaltungsreihe möchte das Umweltamt Anregungen zur Auseinandersetzung mit der Umwelt und zur Diskussion über ökologische Problemstellungen geben. Die Inhalte der jeweiligen Landschaftstage werden in einem Tagungsband veröffentlicht, der im Folgejahr als Broschüre erscheint.
Zum 17. Landschaftstag sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Zahl der Exkursionsteilnehmer ist jedoch auf 25 beschränkt.
Hintergrundinformationen
Die Erträge einer Vielzahl von Nutzpflanzen, besonders der Obstgewächse, sind stark von der Insektenbestäubung abhängig und können dadurch auch wesentlich gesteigert werden. Der volkswirtschaftliche Nutzen der Honigbienen besteht vor allem in der Bestäubung von Kulturpflanzen. Doch nicht nur Kulturpflanzen, sondern auch die Mehrheit der Wildpflanzen sind auf Insektenbestäubung angewiesen.
Ein Rückgang der Bestäuberinsekten durch Lebensraummangel und Pestizideinsatz führt auch gleichzeitig zu einem Rückgang der Vielfalt an Wildpflanzen und der von ihnen abhängigen Tiere. Betrachtet man die Nahrungskette weiter, kann man feststellen, dass auch Vögel und Kleinsäuger von einer erfolgreichen Bestäubung abhängig sind, da ihnen die Früchte der verschiedenen Wildpflanzen als Nahrung dienen. So ist also ein vielfältiges Vorkommen von blütenbestäubenden Insekten für die natürliche Vielfalt von Flora und Fauna unentbehrlich.
Damit Hummel und Co. Überlebensmöglichkeiten finden kann das kluge Gestalten des städtischen Grüns eine Voraussetzung für die Erhaltung von Bestäuberinsekten sein. Dazu gehören sowohl insektenfreundliche öffentliche als auch private Grünflächen, insbesondere Kleingärten.
Das vollständige Tagungsprogramm des 17. Landschaftstages am 12.09.2009
10:00 Uhr Eröffnung Holger Platz, Beigeordneter für
Kommunales, Umwelt und allgemeine Verwaltung der
Landeshauptstadt Magdeburg
10:15 Uhr Bedeutung der Bestäuberinsekten Karlheinz Schuppe,
Naturschutzbund Deutschland
Sachsen-Anhalt e.V.
Schönebeck
11:00 Uhr Bedeutung der Honigbienen Holger Schwarz, Imkerverein der
Stadt Magdeburg und Umgebung
Magdeburg
11:45 Uhr Pause
12:15 Uhr Artenvielfalt – Ansaaten für Werner Kuhn, Bayerische
Biene und Co Landesanstalt für Gartenbau und Weinbau
Veitshöchheim
13:00 Uhr Mit welchen Maßnahmen können Dr. Hartmut Kretschmer
Kleingärtner zum Schutz von nützlichen Naturschutzbund Deutschland
und gefährdeten Insektenarten beitragen? Landesverband Brandenburg e.V.
Eberswalde
14:15 Uhr Exkursion in den Holger Schwarz, Imkerverein der
Kreativgarten Paradieschen, Buckau Stadt Magdeburg und Umgebung
Wiese am Mückenwirt Magdeburg
16:30 Uhr Rückfahrt zum Rathaus
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