Witte: Bebauungsplan soll Verfall stoppen

03. September 2009. Für das Areal zwischen der Werner-Hilpert-Straße/Erzbergerstraße/Grüner Weg und Polizeipräsidium soll ein Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan gefasst werden, kündigte jetzt Stadtbaurat Norbert Witte im städtischen Pressedienst an. Damit solle die politische Absicht der Stadt Kassel deutlich gemacht werden, diesen Bereich nicht einem weiteren Verfall preiszugeben. Gerade der Bereich um die Lolita Bar/Hotel Reiss stehe mit im Focus der Planung für die gesamte Innenstadt. Eine Potenzialanalyse, die Anfang des Jahres erstellt worden sei, biete die Grundlage für weitergehende Planungen in diesem Gebiet.

Ziel der Stadt sei es, auf der einen Seite zu weiterführenden Planungen, wie einer Bauleitplanung zu kommen, auf der anderen Seite solle sie auch die Grundlage bieten, Fördermittel bei der Europäischen Union und dem Land Hessen einzuwerben. So bekomme die Stadt Kassel aus dem EFRE-Strukturfonds Mittel zur Förderung von kleinen und mittelständischen Unternehmen und Existenzgründern, wofür eine grundsätzliche Zusage bereits vorliege. Diese Zuschüsse könnten Betriebe erhalten, die in den Stadterneuerungsgebieten angesiedelt seien oder würden. Auch der Bereich Kulturbahnhof/Erzbergerstraße sei förderfähig, machte der Stadtbaurat deutlich.

Zur Zeit sei die Stadt Kassel dabei, eine Konzeptstudie „Förderung der Kulturwirtschaft in Kassel“ zu erarbeiten, Ziel dieser Studie sei die Analyse der örtlichen Gegebenheiten der Kulturwirtschaft und die Entwicklung von Förderstrategien. Dabei sei die Kulturwirtschaft ein wichtiger Ansatzpunkt der Stadterneuerung. „Es ist sehr gut vorstellbar, dass das Areal im Umfeld des Kulturbahnhofs als praktische Fallstudie aufgegriffen werden kann und sich Fördermittel ergeben“, führte Witte weiter aus. Die weitere Konzeptentwicklung werde zeigen, welches Förderprogramm sich am besten für diesen Bereich eigne. Welche Fördermöglichkeiten zum Einsatz kämen, werde sich dann ergeben, wenn eine entsprechend qualifizierte Konzept- und Projektentwicklung vorliege und das Land die Finanzierungsmittel bereitstelle.

„Wichtig ist aber zum heutigen Zeitpunkt, dass auch die beteiligten privaten Akteure zunächst Konzepte für ihre privatwirtschaftlichen Initiativen erarbeiten, die dann Basis von entsprechenden Förderungen sein können“, machte der Stadtbaurat abschließend deutlich.

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