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Magdeburg, 21. September 2009
AG Menschen mit Behinderungen blickt auf 10-jähriges Bestehen
Nächste Sitzung am Donnerstag im Alten Rathaus

Die kommunale Arbeitsgruppe Menschen mit Behinderungen trifft sich am kommenden Donnerstag, dem 24. September 2009, um 13.30 Uhr zu ihrer 45. Sitzung. Sie findet im Franckesaal des Alten Rathauses statt. Die Arbeitsgruppe befasst sich ständig mit Fragen der barrierefreien Gestaltung von Bauvorhaben und des ÖPNV und blickt in diesen Tagen auf ihr 10-jähriges Bestehen zurück.

 

Bei der Sitzung am Donnerstag stehen Fragen des Zugangs und der Nutzung von Angeboten der Magdeburger Weißen Flotte im Mittelpunkt. Eingeladen ist dazu ein Vertreter des Unternehmens. Außerdem soll über bisherige Zwischenergebnisse bei der Beantragung und Bewilligung des sogenannten "Persönlichen Budgets" informiert werden. Betroffene erhalten bei dieser Form der Leistungsgewährung ihnen zustehende Hilfen nicht als Sachleistungen, sondern als Geldleistung, mit der sie sich ihre Unterstützung selbst beschaffen bzw. organisieren können. "Bei diesem Verfahren hakt es jedoch in der Praxis erheblich", meint Magdeburgs Behindertenbeauftragter Hans-Peter Pischner.

 

Die Arbeitsgruppe Menschen mit Behinderungen blickt in diesen Tagen auf ihr 10-jähriges Bestehen zurück. Gegründet wurde das Gremium zur Sammlung und zum Austausch von Informationen, Hinweisen und Anregungen von Betroffenen sowie zur Vertretung ihrer Interessen gegenüber der Kommunalpolitik, der Stadtverwaltung und der Öffentlichkeit. An der kommunalen Arbeitsgruppe beteiligen sich seit 1999 Mitglieder von Behindertenverbänden und -vereinen, Stadträte, Mitarbeiter von Fachbereichen und Ämtern der Stadtverwaltung und engagierte persönlich Betroffene. Sieben der heute rund 30 ständigen Mitglieder der AG sind seit der ersten Sitzung am 7. Juli 1999 dabei. Dazu gehören Bernd Banz, Sabine Kronfoth, Michael Lorenz, Jürgen Pohle, Karl-Heinz Reichardt, Dr. Ernst Schlüter und Ingo Spaleck.

 

Im Mittelpunkt der Beratungen stehen die verbesserte Integration von Menschen mit Behinderungen sowie die Förderung der Barrierefreiheit in allen Bereichen der Stadt, insbesondere bei Bauvorhaben, der Infrastruktur und des  Nahverkehrs.

 

"Rückblickend konnten in den vergangenen zehn Jahren bedeutende Fortschritte auf diesen Gebieten erreicht werden", so der Behindertenbeauftragte. "Dazu gehören unter anderem bessere Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten an den Haltestellen von Bussen und Straßenbahnen der Magdeburger Verkehrsbetriebe sowie eine größere Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden, Schulen und kulturellen Einrichtungen der Stadt. Dennoch bleibt weiterhin eine Menge zu tun, um die alltäglichen Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen zu gestalten und zu verbessern. So muss das Netz barrierefreier Haltestellen des ÖPNV weiter ausgebaut werden, zum Beispiel am Zoo oder in Sudenburg. Auch beim barrierefreien Zugang zu Arztpraxen und gastronomischen Einrichtungen gibt es noch große Probleme. Ein weiteres Dauerthema ist die Verbesserung der Situation bei der Betreuung arbeitssuchender schwerbehinderter Menschen."

 

In Sachsen-Anhalt leben ca. 170.400 anerkannte Schwerbehinderte (7 % der Bevölkerung). In der Landeshauptstadt sind mit Stand vom Dezember 2008 rund 17.200 Menschen amtlich als Schwerbehinderte anerkannt (7,5 %), einschließlich der Behinderten mit einem Grad der Behinderung (GdB) unter 50 sind rund 25.000 Menschen betroffen (11 %).

 

Von den Magdeburger Schwerbehinderten sind rund 10.000 in ihrer Mobilität wesentlich beeinträchtigt (Merkzeichen aG und G), weit über 1.000 von ihnen sind auf einen Rollstuhl angewiesen. 374 sind blind, 206 gehörlos und ca. 4.200 haben Anspruch auf die Mitnahme einer Begleitperson im ÖPNV (Merkzeichen B). Als hilflos gelten knapp 2.000 Menschen (Merkzeichen H).

 

Rund 60 % der Betroffenen sind bereits 65 Jahre und älter. 53,3 % der Behinderten sind weiblich, wobei dieser Anteil mit zunehmendem Lebensalter ansteigt. Etwa 5.500 Einwohner sind pflegebedürftig, rund 2.600 von ihnen werden in stationären Einrichtungen gepflegt.

 

 

Nähere Informationen:

Hans-Peter Pischner, Behindertenbeauftragter, Telefon 03 91/5 40 23 42

E-Mail: behindert@magdeburg.de

 

Der Behindertenbeauftragte ist im Alten Rathaus, Alter Markt 6, Südflügel, Erdgeschoss, Zimmer 043, zu erreichen. Seine Sprechzeiten sind dienstags von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 17.30 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung.



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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
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