25. September 2009. Einen Tag vor Schließung des Briefwahlbüros im Kasseler Rathaus haben etwa die gleiche Anzahl der Wahlberechtigten wie im Jahr 2005 von der Briefwahl Gebrauch gemacht, teilte der Kreiswahlleiter des Wahlkreises 169, Joachim Ebel, jetzt im städtischen Pressedienst mit. Hätten sich im Jahr 2005 noch insgesamt 23.340 Wählerinnen und Wähler die Unterlagen zusenden lassen bzw. im Briefwahlbüro oder in den vier Bürgerbüros direkt gewählt, seien es am 24. September dieses Jahres 23.330 Bürgerinnen und Bürger gewesen, die dieses Recht für die Wahl am kommenden Sonntag wahrgenommen hätten. Damit dürfte die Zahl der Briefwähler nach Schließung des Briefwahlbüros am Freitag um 18 Uhr den Wert aus dem Jahr 2005 geringfügig übersteigen, meinte Ebel. Zur Bundestagswahl im Jahr 2002 hatten 24.205 Wahlberechtigte die Unterlagen angefordert.
Auch in den elf Landkreiskommunen des Wahlkreises 169 ist die Zahl der Briefwähler etwa gleich geblieben. Hier lag sie am Donnerstagabend mit 13.582 nur noch um 395 unter der Gesamtzahl des Jahres 2005. Zum Wahlkreis 169 gehören neben der Stadt Kassel noch die Stadt Vellmar und die Landkreisgemeinden Ahnatal, Espenau, Fuldabrück, Fuldatal, Helsa, Kaufungen, Lohfelden, Nieste, Niestetal sowie Söhrewald.
Briefwahlanträge können bis zum Freitag vor der Wahl gestellt werden. Im Gegensatz zu Landtags- und Kommunalwahlen waren die Büros zur Bundestagswahl am letzten Tag bis 18 Uhr geöffnet.
Bis zum Wahlsonntag um 15 Uhr dürfen noch Briefwahlunterlagen an Personen ausgegeben werden, die nach der Schließung der Briefwahlbüros plötzlich erkrankt sind. Die Betroffenen müssen dann einen schriftlichen Antrag stellen und eine Person ihres Vertrauens bevollmächtigen, die Unterlagen entgegenzunehmen. Zudem ist ein ärztliches Attest über die plötzliche Erkrankung bzw. eine Bestätigung über die stationäre Aufnahme in einem Krankenhaus vorzulegen. Antrag und Bevollmächtigung sind bereits auf der Wahlbenachrichtigungskarte vorgedruckt und müssen lediglich ausgefüllt und vom Erkrankten unterschrieben werden.
Personen, die Briefwahlunterlagen beantragt, jedoch nicht erhalten haben und dies gegenüber der Wahlbehörde glaubhaft versichern, können bis zum Samstag, 26. September, 12 Uhr, Briefwahlunterlagen ausgehändigt werden. Aus diesem Grund ist das Briefwahlbüro im Rathaus am Samstag von 9 Uhr bis 12 Uhr geöffnet.
Kreiswahlleiter Ebel ruft alle Wahlberechtigten dazu auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch und damit ihren Einfluss auf die politische Willensbildung geltend zu machen.
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