Preisverleihung Kulturpreis Deutsche Sprache am 31. Oktober in Kassel

09. Oktober 2009.

Am Samstag, 31. Oktober, wird der Kulturpreis Deutsche Sprache zum neunten Mal in Kassel verliehen.

 

Der auf Initiative der Eberhard-Schöck-Stiftung und des Vereins Deutsche Sprache ins Leben gerufene Kulturpreis besteht aus drei Auszeichnungen: Die in Los Angeles lebende, erfolgreiche deutsche Schriftstellerin Cornelia Funke erhält den Jacob Grimm-Preis Deutsche Sprache, das Netzwerk „Mensch zuerst“ aus Kassel den Initiativpreis und der undotierte Institutionenpreis geht an die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens.

 

Für die Preisverleihung am 31. Oktober um 16.00 Uhr im Kongress Palais Kassel Stadthalle sind noch einige Restkarten im Kasseler Rathaus erhältlich. Interessierte werden gebeten, sich bei Frau Karin Becker, Zimmer W 324, montags bis freitags zwischen 9.00 bis 13.00 Uhr, zu melden.

 

 

Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache an Cornelia Funke

Cornelia Funke ist eine der wichtigsten und erfolgreichsten deut­schen Schrift­stellerinnen der Gegenwart. Ihre Werke wurden in viele Spra­chen über­setzt.

 

Sie ist eine Geschichtenerzählerin, der es nicht nur auf eine spannungs­rei­che Handlung, sondern auch auf die sprachliche Form ankommt – hier steht sie in einer Tradition, die sie mit den Brüdern Grimm verbindet. Spür­bar ist die Freude am Spiel mit der Sprache nicht zuletzt an den Titeln ihrer Bücher (z.B. Die Wilden Hühner, Tintenherz, Käpten Knitterbart) und den Namen von Figuren ihrer Geschichten (z.B. Staubfinger, Zottelkralle). Cor­ne­lia Funke wird ausgezeichnet für ihren schöpferischen und phan­ta­sie­vollen Umgang mit der deutschen Sprache und für ihre Fähigkeit, ihren Le­se­rinnen und Lesern diesen Sinn für sprachliche Schönheit mitzuteilen. Die Laudatio auf Cornelia Funke wird die Hessische Ministerin für Wissen­schaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, halten.

 

Initiativpreis Deutsche Sprache an das Netzwerk „Mensch zuerst“

Das Netzwerk „Mensch zuerst“ in Kassel setzt sich für „leichte Sprache“ in der Öffentlichkeit ein. Es möchte Menschen mit Lernschwierigkeiten die Teilhabe am öf­fent­lichen Leben erleichtern und verhindern, dass sie aus sprachlichen Grün­den sozial ausgegrenzt werden. Die Jury erblickt darin einen sub­stan­tiel­len Beitrag zur Förderung der deutschen Sprache, nämlich im Hinblick auf ihre Verständlichkeit.

 

Institutionenpreis Deutsche Sprache an Deutsch­sprachige Gemeinschaft Belgiens (DG)

Die deutsch­spra­chige Bevölkerung im Osten Belgiens genießt seit einem Viertel­jahr­hun­dert sprachlich-kulturelle und zunehmend auch regionale Autonomie. Das Deutsche wird als Amts-, Schul- und Ge­richts­sprache verwendet. Da­zu haben Parlament und Re­gierung der DG we­sent­lich beigetragen. Sie wer­den dafür ausge­zeich­net, dass das Deut­sche „im Alltag von Wirtschaft, Po­li­tik oder Verwaltung“ ver­wendet werden kann.

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