Vor gut einem Jahr haben die beteiligten Projektpartner der ‚Region Östlich der Ems’ ihr Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept in einer Abschlussveranstaltung unter Beteiligung des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung in Warsingsfehn vorgestellt. Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke, Vertreter von Herrn Minister Ehlen, zeigte sich beeindruckt von den Ergebnissen, die unter Beteiligung der Öffentlichkeit entwickelt wurden und erläuterte, dass es jetzt auf die Einrichtung eines Regionalmanagements ankäme, um von den rund 70 Projekten so viele wie möglich auch umzusetzen.
Mittlerweile ist das Regionalmanagement für die Region Östlich der Ems eingesetzt worden. Die fünf kommunalen Projektpartner Westoverledingen, Moormerland, Emden, Leer und Papenburg haben dafür die Arbeitsgemeinschaft aus den Büros ARSU (Arbeitsgruppe für Regionale Struktur- und Umweltforschung) und NWP (NordwestPlan - Gesellschaft für Räumliche Planung und Forschung), beide aus Oldenburg, sowie dass Büro Ecoplan aus Leer beauftragt.
Eine Lenkungsgruppe, bestehend aus den fünf Projektpartnern, den Landkreisen Leer und Emsland sowie der Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften aus Aurich, begleitet die Arbeit des Regionalmanagements und gibt die wesentlichen Ziele vor.
Bereits zu Beginn des Regionalmanagements hat sie wesentliche Handlungsfelder bestimmt, aus denen die ersten ‚Leuchtturmprojekte’ nun bis zur Umsetzung gebracht werden sollen. Dies sind u. a. der Lebensraum Ems mit den Projekten ‚Kreuzfahrtweg’ und ‚Ems im Wandel der Zeit’.
Die Erstellung der Planungen für die Projekte ‚Kreuzfahrtweg’ und ‚Ems im Wandel der Zeit` steht kurz vor dem Abschluss. Die Umsetzung der in diesen Konzepten formulierten Maßnahmen bei den einzelnen Projektpartnern ist für 2010 und 2011 vorgesehen. Es handelt sich hierbei um die alle fünf Kommunen umfassenden Projekte entlang der Ems von Papenburg bis nach Emden. Auch die linksemsischen Kommunen Weener und Jemgum aus der Leader-Region WERO haben inzwischen ihr Interesse an einer Mitarbeit bekundet.
Der ‚Kreuzfahrtweg’ wird die Überführung von Kreuzfahrtschiffen von der Ausdockung bei der Meyer-Werft bis zur Endausrüstung im Emder Seehafen erlebbar machen. An ausgewählten Standorten entlang der Route werden Projektpartner mit entsprechenden Exponaten das Überführungsereignis, das mittlerweile viele Tausend Besucher entlang der Strecke mobilisiert, auf unterschiedlichste Art und Weise auch für diejenigen sichtbar machen, die bisher noch nicht an so einem Ereignis teilgenommen haben.
Das Projekt ‚Ems im Wandel der Zeit’ befasst sich auch mit der Ems, aber mit gänzlich anderem Inhalt. Hier steht die Ems als Fluss mit seinen vielfältigen Funktionen für die Bewohner der Region in seiner historischen Entwicklung im Vordergrund. Wie hat die Ems früher ausgesehen? Wie haben die Menschen entlang dieses Flusses gelebt und wovon haben sie gelebt? Welche Maßnahmen haben diese Lebens- und Verkehrsader verändert? Diese und viele andere Fragen sollen entlang des Flusses nicht nur gestellt, sondern auch interessant und lebendig beantwortet werden.
In beiden vorgenannten Projekten konnten etliche in den verschiedenen Arbeitskreisen entwickelte Ideen zusammen gefasst werden.
Darüber hinaus wurden bereits mehrere Projektideen umgesetzt. Zu nennen ist hier insbesondere der Neubau von zwölf ländlichen Wirtschaftswegen zur Stärkung der Landwirtschaft.
Weiterhin konnten für Westoverledingen Fördermittel für die Erweiterung des Dorftreffpunktes und der Feuerwehr in Grotegaste und für die Erhaltung der historischen Windmühle in Mitling-Mark bereitgestellt werden.
Die Aufnahme der Orte Loga/Logabirum aus dem Gebiet der Stadt Leer in die Dorferneuerungsförderung ist ebenfalls durch das Entwicklungskonzept ermöglicht worden.
Was steht in den nächsten Monaten auf dem Programm? Neben vielen kleineren und größeren Projektideen, die zur Zeit verfolgt werden, wollen sich die Regionalmanager vor allem um die ‚weichen’ Projekte bemühen. Hiermit sind diejenigen Vorhaben gemeint, die sich wesentlich mit der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Interessensgruppen befassen und weniger bauliche, also ‚sichtbare’, Ergebnisse produzieren. Als Beispiel sei hier die Zusammenarbeit in der Region zwischen der Landwirtschaft und dem Tourismus genannt – hier soll ein ‚Runder Tisch’ eingerichtet werden, der die Möglichkeiten der Zusammenarbeit erschließt und zum beiderseitigen Vorteil weiterentwickelt.
Es stehen aber auch weitere Projekte zur Förderung der regionalen Identität und zur Kooperation zwischen Alt und Jung an, die zum Handlungsfeld ‚Zukunftswerkstatt’ zu rechnen sind. Hierbei wird das Ziel verfolgt, die Region zukunftsfähig und attraktiv zu machen, auch und vor allem für die junge Generation, die hier gut ausgebildet wird und danach vor Ort angemessene Arbeitsbedingungen benötigt.
Es sei an dieser Stelle noch einmal betont, dass es sich bei dem Entwicklungskonzept für die Region nicht um ein abgeschlossenes Projekt handelt, sondern dass dadurch ein regionaler Entwicklungsprozess in Gang kommen soll. Das Regionalmanagement ist daher weiter auf die Mitarbeit der Bürger angewiesen und für neue Ideen und Anregungen jederzeit ansprechbar. Auf der Homepage der Region sind die Ergebnisse aus der Konzepterstellung ebenso dargestellt wie aktuelle Entwicklungen ( www.Ilek-roede.de ).
Pressekontakt: Regionalmanager ILEK-Roede und Ansprechpartner: Heike Brunken-Winkler, ARSU Oldenburg, 0441-97174-90, Brunken-Winkler@arsu.de Diedrich Janssen, NWP Oldenburg, 0441-97174-34, d.janssen@nwp-ol.de
Landkreis Leer ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren.
Borkumer Zeitung
General-Anzeiger
Ostfriesen-Zeitung
Rheiderland-Zeitung
Wochenzeitungen
Monatszeitschrift
Der Leeraner
leer aktuell
Leeraner Bürgerzeitung