Glocken der Johanniskirche schlagen künftig zur vollen Stunde
Magdeburg.
Nach der Erneuerung des Glockenstuhles sowie der Restaurierung der Glocken im Nordturm der Johanniskirche erklang zum Reformationstag 2008 erstmals wieder das Geläut der Magdeburger Johanniskirche. Nun soll die große „Festtagsglocke“ auch die Stunden anschlagen. Am 31. Oktober werden die Glocken der Johanniskirche nicht nur zum Reformationstag läuten, sondern auch die volle Stunde anzeigen.
Die Anlässe, zu denen die Glocken der Johanniskirche geläutet werden, wurden in der Läuteordnung definiert und auf stadtgeschichtlich bedeutsame Ereignisse beschränkt. Sie erklingen bisher
- zum Jahrestag der Zerstörung Magdeburgs am 16. Januar
- zum Reformationstag am 31. Oktober
- zum Jahreswechsel am 31. Dezember
- alle fünf Jahre zum Todestag Otto-von-Guerickes, erstmals am 11. Mai 2011 zum 325. Todestag
- alle zwei Jahre im Gedenken an den Wiederaufbau der Johanniskirche und die Errichtung des Südturmes, erstmals am 12. Mai 2010.
Mit dem Einbau einer Stundenschlageinrichtung konnte nun ein weiteres Vorhaben des Kuratoriums für den Wiederaufbau der Johanniskirche zu Magdeburg realisiert werden. Die größere der beiden Glocken – die Festtagsglocke – wird künftig als Tonsignal für einen Uhrschlag genutzt, wobei der Stundenschlag zunächst auf 2 Anschläge pro volle Stunde in der Zeit von 8.00 bis 21.00 Uhr begrenzt wird.
Der Vorstand des Kuratoriums für den Wiederaufbau der Johanniskirche zu Magdeburg hat am 27. Okt. nach einer probeweisen Inbetriebnahme die Stundenschlageinrichtung abgenommen. Mit der dauerhaften Nutzung dieser Einrichtung ab dem Reformationstag 2009 wird das Glockengeläut der Johanniskirche wieder täglich in das Gedächtnis der Magdeburger zurückgebracht.
|