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Magdeburg, 02. November 2009
Kampagne SolarLokal in Magdeburg: 12 Kommunale Dachflächen speisen Sonnenstrom ins Netz

Seit 2007 stellt die Landeshauptstadt Magdeburg im Rahmen der bundesweiten Kampagne SolarLokal kommunale Dachflächen zur Nutzung der Sonnenenergie bereit. Inzwischen sind 12 Solaranlagen montiert und in Betrieb. Bis Mitte 2010 soll die Zahl auf 35 steigen.

 

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper präsentierte heute am Beispiel der Grundschule „Am Grenzweg“ in Olvenstedt, wie die Dachbörse funktioniert: Die hier installierte Fotovoltaikanlage hat eine Fläche von 420 m2. Die Anlage konnte im Dezember 2008 in Betrieb genommen werden und ans öffentliche Netz gehen. Die volle Leistungsfähigkeit erreichte die Anlage im Sommer 2009. Die installierte Leistung beträgt 41,4 kWp - es wird ein Jahresertrag von ca. 42.500 kWh/Jahr erwartet. Damit können CO2 Emissionen in Höhe von 37.500 kg/Jahr vermieden werden. Zum Vergleich: Eine vierköpfige Familie hat einen durchschnittlichen Stromverbrauch von ca. 3.500 kWh/Jahr.

 

Alle zwölf bisher in Betrieb gegangenen Anlagen haben eine Gesamtleistung von 410 kWp, die erwartete erzeugte Strommenge liegt bei 425.000 kwh/Jahr. Das entspricht dem durchschnittlichen Verbrauch von 122 Haushalten, die jetzt schon mit Sonnenstrom von kommunalen Dächern versorgt werden können. Bis zum Ende des Jahres gehen weitere drei Anlagen in Betrieb.

 

Als Modellstadt für Regenerative Energien und Mitglied im Klimabündnis der europäischen Städte hat Magdeburg sich verpflichtet, einen messbaren Beitrag zum Klimaschutz und zur Umweltbildung zu leisten“, so OB Dr. Lutz Trümper. „Inzwischen gibt es ein ganzes Paket von Maßnahmen und Projekten, um diese Verpflichtung einzulösen. Die Dachbörse ist ein gutes Beispiel, dass das Interesse an Umweltvorsorge und Umweltschutz wächst und immer mehr Menschen bereit sind, dieses Anliegen aktiv zu unterstützen.“

 

Aktuell werden auf 12 städtischen Dächern Fotovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 410 kWp. durch private Investoren betrieben. Bis Mitte 2010 soll auf 35 Dächern eine Gesamtleistung von 1200 kWp installiert werden. Dazu werden weitere Dachflächen von Schulgebäuden, Verwaltungen oder Bürgerhäusern in der Dachbörse angeboten.

 

Über die Investition in erneuerbare Energien hinaus verpflichten sich die Vertragspartner, das Thema „Umweltbildung“ stärker an Schulen zu etablieren. Vor Ort kann zukünftig z.B. abgelesen werden, wie viel Strom in das SWM-Netz eingespeist wird. Schüler und Lehrer erhalten zudem Informationsmaterial.

 

Hintergrund:

Die Erste BürgerInnensolaranlage in Magdeburg produziert seit November 2007 sauberen Strom vom Dach der Grundschule Salbke. Ende März 2008 hatte die Landeshauptstadt Magdeburg erstmals Dachflächen kommunaler Gebäude in der bundesweiten Dachbörse der Kampagne „SolarLokal“ angeboten. Bislang wurden dort 30 Dachflächen kommunaler Gebäude eingestellt. Interessenten haben die Möglichkeit, mit der Stadt einen Nutzungsvertrag abzuschließen, der die Modalitäten wie Nutzungsdauer des Daches, Höhe der Pacht, Rückbau der Anlage usw. regelt.

 

So funktioniert die Dachbörse

Im Rahmen der internetbasierten Dachbörse www.SolarLokal.de können Objekte zum Zweck der Errichtung von Fotovoltaikanlagen eingestellt oder gesucht werden. Geeignet sind alle Dächer, die schattenfrei und günstig in Richtung Sonne ausgerichtet sind und die statischen Bedingungen erfüllen.

Die Plattform bietet aber auch Bürgern und Firmen, denen keine eigene Fläche zur Verfügung steht, die Möglichkeit, Umweltschutz, Zukunftsvisionen, Engagement und Wirtschaftlichkeit zu verbinden. Durch die finanziell attraktiven Rahmenbedingungen (Erneuerbare-Energien-Gesetz) sind Solaranlagen auch für die Bürger ein Gewinn. Refinanziert werden die Anlagen über die bundeseinheitliche Einspeisevergütung.

 

Wie bei der Vermietung von Wohnungen wird zwischen den Vertragspartnern ein Vertrag abgeschlossen, der die Modalitäten wie Nutzungsdauer, Höhe der Pacht, Rückbau der Anlage usw. regelt. Die Landeshauptstadt Magdeburg hat im Oktober 2007 einen “Musternutzungsvertrag für den Betrieb von Photovoltaikanlagen auf Dachflächen von Gebäuden der Landeshauptstadt Magdeburg” beschlossen, der unter www.magdeburg.de abrufbar ist. An diesem Musternutzungsvertrag können sich Bürger sowie andere potenzielle Partner orientieren, wenn sie beabsichtigen, kommunale Dachflächen der Landeshauptstadt Magdeburg zur Installation von Photovoltaikanlagen zu nutzen.

 

Kampagne SolarLokal

SolarLokal ist eine bundesweite Imagekampagne für Solarstrom in Kreisen, Städten und Gemeinden mit dem Ziel, den Anteil des umweltfreundlichen Solarstroms an der Energieerzeugung auszubauen. SolarLokal knüpft hierbei an das positive Image der Solarenergie in der Bevölkerung an. Seit dem Start Mitte 2003 wird SolarLokal nach dem Konzept „Bundesweit aktiv – Individuell vor Ort“ durchgeführt. Teilnehmen können alle Kreise und Kommunen kostenlos. Derzeit sind mehr als 200 Kommunen in Deutschland in die Kampagne eingebunden. Die drei kommunalen Spitzenverbände, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Städtetag und der Deutsche Landkreistag, unterstützen SolarLokal. Getragen wird die Kampagne vom Naturschutzverband Deutsche Umwelthilfe e.V. und dem deutschen Solarstromkonzern SolarWorld AG. Magdeburg ist der bundesweiten Kampagne im Dezember 2007 beigetreten.

 



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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
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