12. November 2009. Hat es das schon gegeben? Ein riesiges Märchenbuch, in das man hineingehen und hindurchspazieren kann, Aug' in Aug' mit Rumpelstilzchen, Rotkäppchen und den sieben Zwergen?
Im Auftrag des Kulturamtes und in Kooperation mit dem Brüder Grimm-Museum entsteht ein solches „Begehbares Märchenbuch“ derzeit in Kassel. Kinder des Horts Brückenhof sowie Schülerinnen und Schüler der Valentin-Traudt-Schule in Rothenditmold gestalten es gemeinsam mit der Künstlerin Mareike Wieland und dem Team von MuseuMobil/Verein Spielmobil Rote Rübe.
„Die Märchenwelt der Brüder Grimm wird greifbar und lebendig“ lobte Oberbürgermeister Bertram Hilgen die künstlerische Arbeit der Kinder und Jugendlichen. Sie zeige, welch reicher Fundus die Welt der Märchen für die Phantasie sei und wie kreativ man mit dem Thema Grimm umgehen können.
Kulturamtsleiterin Dorothée Rhiemeier wird das „Begehbare Märchenbuch“ am Donnerstag, 12. November, 15.30 Uhr, im Vorraum der Brüder Grimm-Ausstellung, Kulturbahnhof/Südflügel im Beisein der beteiligten Kinder eröffnen. Künstlerin Mareike Wieland und Gunther Burfeind, Geschäftsführer der Vereins Rote Rübe e.V., werden ebenfalls anwesend sein.
Am Anfang des Projektes standen Fragen nach Märchenbildern und Märchenorten, die in den unterschiedlichsten Märchen verschiedener Kulturen immer wiederkehren. Ausgehend von einigen bekannten Märchen der Brüder Grimm wählten die Kinder einige dieser archetypischen Märchenszenarien aus. Gemeinsam gestalteten sie anschließend die Buchseiten zu Themen wie „Wald“, „Schatz“ oder „Himmel“. Anschließend wurde alles zu einem riesengroßen Leporello „gebunden“.
Für das nächste Jahr ist ein zweiter Projektteil geplant: Dann wird das Riesenmärchenbuch mobil und auf Reisen durch verschiedene Kasseler Stadtteile geschickt. Dort wird es weiterwachsen und/oder zur räumlichen und beweglichen Aktionsfläche für verschiedene Märchenabenteuer mit Kindern werden: Märchenraum, Märchenstunden, Märchenkulisse oder Märchenperformance.
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