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Krankheitsverlauf weiterhin mild / Impfstoff bleibt vorerst Schwangeren, chronisch Kranken und Beschäftigten des Gesundheitswesens vorbehalten Münster. (SMS) Die zweite Welle der Neuen Grippe hat Münster voll getroffen. "Innerhalb einer Woche verdoppelte sich die Zahl der im Labor nachgewiesenen 'positiven' Fälle auf rund 500. Tatsächlich dürften im Lauf der Wochen und Monate sogar schon Tausende die Infektion hinter sich gebracht haben", so Dr. Michael Lürwer vom Gesundheitsamt der Stadt. Zugleich verläuft die Pandemie unverändert undramatisch. Der Krankheitsverlauf ist mild. "Viele zeigen überhaupt keine Symptome, sehr wenige bekommen Fieber, wenige fühlen sich überhaupt krank", berichtet der Leiter der Abteilung Infektionsschutz und Umwelthygiene des Gesundheitsamtes. Die Empfehlung des Amtes zur Gesundheitsprophylaxe lautet weiterhin: persönliche Hygiene beachten - sich mit den Händen nicht ins Gesicht fassen, regelmäßig Händewaschen, nicht in die Hände niesen und husten, Einwegtaschentücher benutzen. Das gilt auch für die Schulen. Alle können wie gewohnt zur Schule gehen. Nur wer krank ist, bleibt zu Hause und kehrt erst nach dem ersten fieberfreien Tag zurück. Bei der Schutzimpfung gegen Neue Grippe sind Beschäftigte des Gesundheitswesens, chronisch Kranke und Schwangere vorzuziehen. Auf diese Vorgabe des Landes zum Umgang mit dem knappen Impfstoff hat das Gesundheitsamt die Betriebs- und niedergelassenen "Impfärzte" in einem Rundschreiben hingewiesen. Dr. Lürwer: "Die Impfungen werden sich noch über Monate hinziehen. Wer gesund ist, kann sich beruhigt bis zu einem Impftermin in einigen Wochen gedulden." Dagegen sollten Schwangere beachten, dass sie nicht unbedingt bis zum Jahresende auf den speziellen Impfstoff ohne Wirkverstärker warten müssen. Sie können sich nach ärztlicher Beratung unter Abwägung der Vor- und Nachteile durchaus mit dem aktuell vorhandenen Stoff impfen lassen. "Für Schwangere ist die Impfung ziemlich wichtig. Ihr Immunsystem ist weniger aktiv, deshalb können sie sich schlecht gegen Krankheitserreger wehren", erläutert der Mediziner. "Wenn sie sich mit Neuer Grippe anstecken, kann das auch zu einem schweren Krankheitsverlauf führen."
Eine aktualisierte Liste der Impfärzte steht online im Portal www.muenster.de; außerdem kann sie in der Münster-Information, in Bezirksverwaltungen und im Gesundheitsamt eingesehen werden. Telefon-Hotlines zur Neuen Grippe:
Land NRW: 01 80 / 3 10 02 10
Bund: 0 30 / 3 46 46 51 00
Stadt Münster: 4 92-53 35
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