Stadtkämmerer Dr. Barthel widerspricht HNA beim Thema Auebad

17. November 2009. Entschieden widersprochen hat Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel den jüngsten Darstellungen der HNA zum geplanten Sport- und Freizeitbad am Auedamm und über die Standortsuche. Es handele sich zum Teil um falsche Behauptungen, der HNA vorliegende Informationen würden in der Berichterstattung unterschlagen.

Zur Richtigstellung dieser Behauptungen hat Dr. Barthel in einem ausführlichen Schreiben an die in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Fraktionen und die Mitglieder der Steuerungsgruppe Bäder über den Entscheidungsprozeß informiert und in der Berichterstattung getroffene Aussagen richtig gestellt. Wegen des großen Interesses der Kasseler Bürgerinnen und Bürger, die sich auch intensiv an dem Diskussionsprozess um die Standorte der Bäderlandschaft beteiligt hatten, ist das Schreiben im Wortlaut auf der Startseite des Internetauftritts der Stadt Kassel www.stadt-kassel.de veröffentlicht.

Stadtkämmerer Dr. Barthel führt darin unter anderem aus, dass der von der HNA in der Schlagzeile hervorgehobene Zuschussbedarf von 3 Millionen Euro weder von der Stadt noch von der Städtische Werke AG stamme. Unklar bleibe in dem Artikel auch, ob es sich um reine Betriebskosten handelt oder ob die Kapitalkosten enthalten sind. Anfang Januar 2007 hatte die Städtische Werke AG einen Vorschlag für ein neues Schwimmsportzentrum vorgelegt, dass einen jährlichen Bedarf von rund 3,5 Millionen ausweist. „Sofern die HNA auf diese Zahlen Bezug nimmt, sind sie allerdings keinesfalls geheim, denn sie wurden Anfang Januar 2007 nicht nur den Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung, sondern auch den Medien vorgestellt“, stellte Stadtkämmerer Dr. Barthel klar. So habe zum Beispiel die HNA am 19. Januar 2007 über diese „Geheimzahlen“ berichtet. Die Städtische Werke AG habe nun erneut bestätigt, dass die in 2007 genannten Zahlen tendenziell weiterhin zutreffen. Eine Konkretisierung werde kontinuierlich im Rahmen des Projektfortschrittes erfolgen.

Auch hinsichtlich der Standorte berichte die HNA unseriös. Bei dem Standort am Auedamm habe es sich keineswegs um eine „überraschende Entscheidung des Kämmerers“ gehandelt. Vielmehr sei durch eine differenzierte Nutzwertanalyse der städtischen Ämter die Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung sorgfältig vorbereitet worden. Zum Entscheidungsprozess habe auch eine ausführliche öffentliche Diskussion von rund einem halben Jahr gehört. Ergebnis: Der Standort am Auedamm ist als einziger hervorragend für ein attraktives Kombibad geeignet. Er ist sowohl hinsichtlich der Investitions- als auch der Betriebskosten deutlich wirtschaftlicher als alle anderen Alternativen.

„Es macht jetzt keinen Sinn mehr, diese Entscheidung erneut zu problematisieren“, sagte Dr. Barthel. Der Politik werde häufig die lange Laufzeit von Projekten vorgeworfen; die zügige Umsetzung von Projekten verlange aber, dass getroffene Entscheidungen respektiert und konsequent abgearbeitet werden. „Es wäre völlig unsinnig, Mittel in die Erarbeitung einer Alternative zu stecken, die in jedem Fall weniger attraktiv und kostenmäßig ungünstiger wäre, wie es jetzt der Autor der Artikel fordert.“

Alle anderen untersuchten Standorte führten in der Summe zu deutlich höheren Investitions- und Folgekosten. Untersuchungen von Rechnungshöfen hätten außerdem ergeben, das der Kostendeckungsgrad kombinierter Frei- und Hallenbäder deutlich höher als der konventioneller Bäder sei.

Der Stadtkämmerer machte zudem deutlich, dass im Gegensatz zu den Darstellungen in der Zeitung über die Standortentscheidung absolutes Einvernehmen mit der Städtische Werke AG bestehe. Auch mit dem Straßenverkehrsamt und der KVG gibt es keinen Dissens, gemeinsam werde sowohl an der Verbesserung der ÖPNV-Anbindung als auch an der geplanten Umgestaltung des Auedamms gearbeitet.

Lesen Sie den gesamten Brief unter www.stadt-kassel.de

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