Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg
 
[Alle Meldungen]
[Medienarchiv]
[E-Mail-Abo]
[Suche]

[Druckansicht]

Magdeburg, 20. November 2009
Weltweit mehr als 5000 Fahnen gegen Gewalt an Frauen - Magdeburg macht mit!
Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. Nov.

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. Nov.

 

Weltweit mehr als 5000 Fahnen gegen

Gewalt an Frauen - Magdeburg macht mit!

 

Mit über 5000 Fahnen und Bannern werden Institutionen, Verbände und Einzelpersonen in Deutschland, Österreich und vielen weiteren Ländern bis nach Afrika am kommenden Mittwoch ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen. Sie alle zeigen zum 25. November, dem internationalen UN-Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen“, mit der Figur auf der Fahne, was Frauen wirklich wollen: „Frei leben – ohne Gewalt“!

 

In Magdeburg finden an diesem Tag mehrere Veranstaltungen statt, z.B. im Rathaus, im Landtag und im Volksbad Buckau/ Frauenzentrum Courage. Auch vor dem Magdeburger Rathaus wird die Fahne „Frei leben – ohne Gewalt“ auf diese internationale Aktion aufmerksam machen. 

 

 

Hintergrund

Der internationale Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen" geht zurück auf die Ermordung der Schwestern Mirabal am 25. November 1960. Die drei Frauen hatten sich gegen die Diktatur in der Dominikanischen Republik engagiert und waren nach monatelanger Folter vom militärischen Geheimdienst umgebracht worden. Mit der jährlich steigenden Zahl von gehissten Fahnen wird das Vermächtnis dieser drei Frauen und der betroffenen Opfer von häuslicher Gewalt in der ganzen Welt gewürdigt.

 

Menschenrechtsverletzungen an Frauen sind keine Privatangelegenheit, auch wenn sie häufig im familiären Umfeld geschehen. Weltweite Studien belegen, dass zwischen 20 und 59 Prozent aller Frauen von ihrem eigenen Partner geschlagen wurden. Misshandlungen durch den Ehemann, durch Freunde oder Lebenspartner gehören für viele Frauen und ihre Kinder auch in der Bundesrepublik leider immer noch zum Alltag. Rund 25 Prozent aller Frauen in Deutschland haben bereits Formen körperlicher oder sexueller Gewalt oder beides durch aktuelle oder frühere Beziehungspartner erlebt.

 

Einkommen, Bildung oder Alter der Männer sind dabei völlig belanglos. Häusliche Gewalt ist die häufigste Ursache für Verletzungen bei Frauen, häufiger als Verkehrsunfälle, Überfälle und Vergewaltigungen zusammen genommen.

 

Ihr eigenes Zuhause ist zum Teil der gefährlichste Ort für eine Frau. Männergewalt gegen Frauen und Mädchen kostet die Solidargemeinschaft jährlich 14,8 Milliarden Euro, Kosten für Justiz, Polizei, ärztliche Behandlung und Arbeitsausfälle. In 95 Prozent der Fälle häuslicher Gewalt sind Frauen die Opfer und Männer die Täter. Jährlich fliehen rund 40 000 Frauen mit ihren Kindern in Frauenhäuser.

 

Die Zahl der Frauen, die wegen Häuslicher Gewalt oder auch Androhung von Zwangsheirat und Ehrverbrechen bei uns Hilfe suchen, steigt beständig. Darum rüttelt TERRE DES FEMMES in Zusammenarbeit mit den kommunalen Gleichstellungsämtern, Vereinen und Frauenprojekten in den Städten und Landkreisen die Öffentlichkeit auf, nicht nur mit Fahnen, sondern auch in breit angelegten Kampagnen aktiv zu werden.

 

 

 

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

 

Veranstaltungen in Magdeburg

 

10.00 bis 12.00 Uhr, Altes Rathaus, Franckesaal

Fachgespräch des Arbeitskreises häusliche Gewalt und des Amtes für Gleichstellungsfragen der Landeshauptstadt Magdeburg mit Vertreter/innen der Stadt-Fraktionen über bisherige und zukünftige Aktionen zum Internationalen Tag gegen Gewalt

 

 

15.00 Uhr, Landtag

Öffentliche Gedenkstunde anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen und Vorstellung des landesweiten Netzwerkes für ein Leben ohne Gewalt mit dem Präsidenten des Landtages Sachsen-Anhalt, dem Landesfrauenrates Sachsen-Anhalt und der Landesinterventionsstelle bei häuslicher Gewalt und Stalking

 

 

19.00 Uhr, Volksbad Buckau c/o Frauenzentrum Courage

„Nein zu Gewalt an Frauen“ Informationsveranstaltung und Diskussion mit der Magdeburger Frauengruppe zur Geschichte des Tages, der Frauenbewegung, der Relevanz von Frauenhäusern, gängigen Schönheitsidealen und Zwangsprostitution

 

 

Für Rückfragen:

Amt für Gleichstellungsfragen der Landeshauptstadt Magdeburg

Tel. 0391 540 2205, 540 2328

FAX: 0391 540 2728

 



[Zurück]


Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
Alter Markt 6
39104 Magdeburg
Telefon: (03 91) 5 40 27 69
FAX: (03 91) 5 40 21 27
E-Mail: presse@magdeburg.de
URL: www.magdeburg.de

Die Pressestelle "Landeshauptstadt Magdeburg" ist Mitglied bei presse-service.de [http://www.presse-service.de/]. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren. presse-service.de