27. November 2009
Kreis Viersen
In den vergangenen Jahren hat es erhebliche gesellschaftliche Veränderungsprozesse gegeben. "Diesen Einschnitten und Veränderungen müssen sowohl die öffentlichen Jugendhilfeträger als auch die anerkannten freien Träger Rechnung tragen", sagte Thomas Weber, Leiter des Kreisjugendamts. Neben den allgemeinen gesellschaftlichen Veränderungen kämen auf die Jugendarbeit auch stark veränderte strukturelle Rahmenbedingungen zu. Durch den Ausbau der gebundenen Ganztagsangebote sowohl im Grundschulbereich als auch bei den weiterführenden Schulen würden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene immer länger in den Schulen eingebunden. "Die Jugendarbeit muss sich deshalb nicht nur inhaltlich und methodisch, sondern auch strukturell verändern und dann angeboten werden, wenn die Jugendlichen Zeit haben", sagte Weber. Jugendarbeit muss deshalb in Zukunft verstärkt in den Abendstunden und an Wochenenden stattfinden.
Gemeinsam wollen sich die Fachkräfte der Jugendfreizeiteinrichtungen und die Streetworker den neuen Herausforderungen stellen und neue Konzepte erarbeiten, die die Bedürfnisse junger Menschen berücksichtigen. Entsprechende Untersuchungen in den Sozialräumen haben bereits stattgefunden. Neben der Frage nach der Freizeitgestaltung junger Menschen stand dabei die Lebensgestaltung junger Menschen und ihre Perspektiven im Mittelpunkt. Mit Themen wie Jugendarbeitslosigkeit, Probleme mit Eltern und Schule sowie Orientierungslosigkeit junger Menschen werden Kinder und Jugendliche zu oft allein gelassen. Das soll sich mit neuen Konzepten, die bis Mai 2010 erarbeitet werden, ändern.
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Weber, Thomas
Jugendamtsleiter Kreis Viersen
Foto: Horst Siemes/Kreis Viersen - Abdruck honorarfrei
Weber, Thomas
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