Mobiles BürgerBüro ist ab Januar nach Bedarf im Einsatz
Bürgerservice wird verändert
Das Mobile BürgerBüro (MoBB) ist seit April 2007 als Pilotprojekt im Stadtgebiet unterwegs. „Nach zweijährigem Einsatz haben wir jetzt Bilanz gezogen“, so Magdeburgs Beigeordneter für Kommunales, Umwelt und allgemeine Verwaltung, Holger Platz. „Das Mobile BürgerBüro hat sich bewährt. Allerdings werden wir es künftig in anderer Form einsetzen.“ Der Verwaltungsausschuss hat dieser Verfahrensweise einstimmig zugestimmt.
Das MoBB war bisher an sechs verschiedenen Standorten regelmäßig vor Ort - in Westerhüsen, Sudenburg, Ottersleben, Rothensee, Diesdorf sowie Beyendorf. „Leider blieb die Nachfrage in Sudenburg, Ottersleben, Rothensee und Diesdorf weit unter unseren Erwartungen“, so der zuständige Beigeordnete. „In Abstimmung mit den AG´s Gemeinwesenarbeit und den Bürgerinitiativen vor Ort werden wir in diesen Stadtteilen ab Januar 2010 keine festen Sprechzeiten des Mobilen BürgerBüros mehr anbieten.“ Die Absicht zur Aufgabe einzelner Standorte bzw. zur Veränderung der Öffnungszeiten ist im Vorfeld mit den Trägern vor abgestimmt worden und traf dort auf Verständnis.
Die geringe Nachfrage nach den Dienstleistungen des MoBB ist nach Ansicht des Beigeordneten auch ein Indiz dafür, dass die fünf festen Standorte der BürgerBüros mit ihren ausgedehnten Öffnungszeiten ein bürgerfreundliches Angebot unterbreiten und gut erreichbar sind. Erst im Mai war das BürgerBüro Ost in der Tessenowstraße eröffnet worden, seit Jahresbeginn bieten alle fünf BürgerBüros auch Kfz-Dienstleistungen an.
„Um das Mobile BürgerBüro wirtschaftlich betreiben zu können, werden wir es deshalb ab Januar 2010 nur noch dort einsetzen, wo es tatsächlich gut ausgelastet wird“, fasst Holger Platz die Konsequenzen aus der geringen Resonanz in einigen Stadtteilen zusammen. Künftig wird das MoBB deshhalb nur noch in Westerhüsen regelmäßig donnerstags Station machen, in Beyendorf-Sohlen sind die Mitarbeiter dienstags vor Ort. Darüber hinaus wird der städtische Bürgerservice sein Angebot auf dem Campus von Universität und Fachhochschule ausbauen, weil die Nachfrage dort in den letzten Jahren stetig gestiegen ist. Der Verwaltungsausschuss hat diese Verfahrensweise am vergangenen Freitag einstimmig befürwortet.
„Künftig werden wir mit dem Mobilen BürgerBüro auch stärker als bisher Altenpflegeheime und Seniorenzentren aufsuchen“, nennt Holger Platz ein neues Aufgabenfeld. „Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht und das ist ein echtes Entgegenkommen für die dort lebenden Magdeburgerinnen und Magdeburger.“
Natürlich könne das MoBB seine Dienstleistungen auch weiterhin in den Stadtteilen anbieten, z.B. im Rahmen von Aktionstagen oder Veranstaltungen. Interessenten können sich dazu direkt an den Bürgerservice der Stadtverwaltung wenden.
Als Fazit aus der gut zweijährigen Pilot-Phase des Mobilen BürgerBüros fasst der zuständige Beigeordnete zusammen: „Das MoBB hat sich bewährt und bleibt weiterhin im Einsatz. Es wird künftig als regulärer Bestandteil des Bürgerservice betrieben. Das MoBB stellt eine sinnvolle Ergänzung der festen BürgerBüro-Standorte dar und dient bei effektivem Einsatz zu deren punktueller Entlastung.“
Weitere Einzelheiten finden Sie in der Drucksache DS537/09 im Ratsinformationssystem unter www.magdeburg.de
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