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| Pressemitteilung vom 18. Dezember 2009 |
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Kreis fördert Sozialprojekte Kreis Kassel. Der Kreis Kassel unterstützt fünf unterschiedliche Sozialprojekte in der Region Kassel mit insgesamt 27.000 Euro, teilt Vizelandrätin Susanne Selbert in einer Pressemitteilung mit. „Die Mittel stammen aus dem uns vom Land Hessen zur Förderung sozialer Hilfen zur Verfügung gestellten Budget“, so Selbert weiter. Von den jetzt im Kreisausschuss bewilligten Förderbetrag erhalte der Verein Ambulante Hilfen im Alltag (aha e.V.) aus Kassel 10. 000 Euro. Selbert: „Der Verein kümmert sich um die ambulante Versorgung von Menschen mit Behinderung und ihren Familien mit einem Schwerpunkt im Wolfhager Land“. Das Angebot der Hilfen von aha e.V. richte sich vornehmlich an Menschen mit Körperbehinderung und Sinnesschädigung. Mit dem Zuschuss werde eine halbe Stelle einer pädagogischen Fachkraft und die entstehenden Sachkosten zum Teil abgedeckt. Der Verein finanziert sich außerdem aus Eigenmitteln und Spenden. Ein weiterer Zuschuss in Höhe von 6.000 Euro geht an das Projekt „Sichtbar“ der AIDS-Hilfe Kassel e.V. „Mit diesem Projekt will die AIDS-Hilfe die Gesundheitsförderung von sich prostituierenden Frauen und Männern, sowie deren Freier, verbessern“, berichtet die Vizelandrätin. In letzter Zeit sei hier ein immer stärkerer wirtschaftlicher Druck im Prostitutionsbereich zu beobachten. Immer mehr Frauen und Männer mit Migrationshintergrund und teilweise prekärem Aufenthalts-Status arbeiteten ohne die Nutzung von Kondomen und gefährdeten damit sich und ihre Kunden. „Sichtbar will hier durch direkte Kontakte mit den Betroffenen in den jeweiligen Landessprachen präventiv wirken“, erläutert Selbert. 5.000 Euro erhalte der Verein Kabera e.V. für das Projekt „Spieglein, Spieglein an der Wand...“. Kabera berät und behandelt im Rahmen des Projekts Mädchen zwischen 10 und 16 Jahren an Schulen im Landkreis Kassel, die unter Essstörungen leiden. Selbert: „In Workshops soll dieser Altersgruppe vermittelt werden, dass die in den Medien, Film und Fernsehen vermittelten Schönheitsideale nicht die einzige Form von Schönheit sind“. Die Mädchen sollen dabei unterstützt werden, ein positives Körpergefühl zu entwickeln und selbstbewusst und kritisch mit Schönheitsidealen umzugehen. Ein Förderbetrag von 4.000 Euro geht an das Diakonische Werk Kassel zur Unterstützung eines gemeinsam mit Pro Familia entwickeltes Gruppenangebot für die regionale Täterarbeit bei häuslicher Gewalt. „Dieses Angebot, dass in Zusammenarbeit mit dem Aktionsbündnis für häusliche Gewalt Nord- und Osthessen, in dem auch die Frauenbeauftragte des Landkreises Kassel mitarbeitet, aufgelegt wurde, richtet sich an Männer, die häusliche Gewalt ausüben“, informiert die Vizelandrätin. Ziel ist es, durch eine nachhaltige Behandlung zu vermitteln, wie Beziehungskonflikte in angemessener, gewaltfreier Form ausgetragen werden können. Mit Gewalt gegen Frauen beschäftigt sich auch das Projekt „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ des Vereins Frauen helfen Frauen im Landkreis Kassel e.V., das mit 2.000 Euro unterstützt wird. Selbert: „Um dieses noch immer tabuisierte Thema stärker in die Öffentlichkeit zu tragen, werden im Rahmen des Projekts Bäckereien in der Region Brötchentüten mit dem Aufdruck „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ angeboten“. Die von der Bäckerinnung unterstützte Aktion zeige, dass man auch mit geringem finanziellen Einsatz eine größere öffentliche Wirkung erreichen kann. Bei den Zuschüssen handele es sich um eine einmalige Förderung, die mit dem Sozialbeirat des Landkreises Kassel abgestimmt ist. Vizelandrätin Selbert weist darauf hin, dass der vom Land für den Landkreis Kassel zur Verfügung gestellte Zuschusstopf in der Relation zum Förderbedarf im Kreis und im Verhältnis zu den Zuschüssen, die vergleichbare Landkreise in Hessen erhalten, sehr gering ausgefallen ist. „Wir erhalten mit Abstand den geringsten Anteil an kommunalen Hilfen in Hessen – wir verhandeln zurzeit mit dem zuständigen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit, um eine Erhöhung des Fördervolumens zu erreichen“, so Selbert abschließend. Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn |
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LANDKREIS KASSEL
Pressesprecher
Harald Kühlborn
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