28. Dezember 2009. Auf die Bedeutung der Integration für die Zukunftsfähigkeit der Stadt Kassel hat zum Abschluss des Jahres Oberbürgermeister Bertram Hilgen im städtischen Pressedienst hingewiesen. Immerhin sei von den knapp 200.000 Einwohnern Kassels knapp jeder Dritte ein Zugewanderter, zehn Prozent seien Aussiedler, 8,9 Prozent Eingebürgerte und 12,8 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner hätten einen ausländischen Pass.
Hilgen kündigte an, dass mit konkreten Projekten und Vorhaben die Integration dieser Menschen in Kassel vorangetrieben werden solle. Die bereits jetzt erfolgreichen Bemühungen seien auch dadurch gewürdigt worden, dass das Land die Stadt Kassel neben anderen zur hessischen Modellregion Integration ausgewählt habe.
Es sei wichtig, dass alle, die Zuwanderer wie die Menschen, die schon über Generationen in der nordhessischen Großstadt lebten, auch tatsächlich hier ihre Heimat fänden. Dazu gehöre, dass die Zuwanderer ausreichend deutsche Sprachkenntnisse erwerben müssten. Die Stadt Kassel leiste hier ihren Beitrag. So werde seit 2005 eine gezielte frühzeitige Sprachförderung als Leuchtturmprojekt im Rahmen des demographischen Wandels angeboten. Diess richte sich an Kinder ab drei Jahren in Kindertagesstätten.
Der Oberbürgermeister wies darauf hin, dass die Stadt Kassel schon seit Jahrzehnten bei der Integration erfolgreich sei. So könne man auf eine langjährige und im Vergleich zu vielen anderen Städte geräuschlose und konfliktarme Integration zurückblicken. Die Modellregion Integration biete da neue Chancen, vorhandene Ansätze zu vertiefen und neue Impulse zu setzen. Als eine der ersten Städte habe beispielsweise die Stadt Kassel einen Ausländerbeirat eingerichtet. Auch die Kasseler Stadtverordnetenversammlung habe immer wieder mit großer Mehrheit ein Kommunalwahlrecht gefordert, das bislang nur für EU-Bürger gelte. Hier sollten auch die Menschen aus anderen Ländern an der politischen Willensbildung in der Stadt beteiligt werden, meinte Hilgen.
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