27. Dezember 2009. Die in der nordhessischen Bevölkerung auf großartige Resonanz gestoßene Dokumentation „Die Deutschen und der Luftkrieg - Bomben auf Kassel" wird am Montag, 4. Januar, um 22.45 Uhr im Fernsehprogramm des Hessischen Rundfunks (hr) gezeigt. Oberbürgermeister Bertram dankte dem Leiter des hr-Studios Kassel, Thorsten Peters, dass der Hessische Rundfunk den Film in seinem Abendprogramm ausstrahlen werde und damit dem Wunsch vieler Zuschauer nachkomme. Rund 600 Kasseler Bürgerinnen und Bürger, aber auch viele Einwohnerinnen und Einwohner des Umlands, darunter viele junge Leute, hatten schon das Angebot der Stadt Kassel und des Hessischen Rundfunks am 22. Oktober, dem Jahrestag der Zerstörung Kassels vor 66 Jahren, wahrgenommen und die Aufführungen des Films des hr-Journalisten Rainer Schumann im Bürgersaal des Rathauses besucht.
Auch für zwei kurzfristig organisierte Sondervorführungen der Dokumentation am 29. November im Bali-Kino im Kasseler Kulturbahnhof waren die Eintrittskarten in kürzester Zeit vergriffen.
„Ich bin beeindruckt, dass sich die Kasseler Bevölkerung mit ihrer Stadt so stark identifiziert und die Menschen an der wechselhaften und zum Teil leidvollen Geschichte ihrer Heimatstadt interessiert zeigen“, kommentierte OB Hilgen die enorme Besucherresonanz. Für all die Menschen, die den Film bisher nicht sehen konnten, sei die TV-Ausstrahlung eine gute Gelegenheit.
Der Dokumentarfilm von Rainer Schumann zeigt eindrucksvoll, wie Kassel - vor dem 2. Weltkrieg als eine der schönsten Fachwerkstädte Deutschlands gepriesen - bei schweren alliierten Luftangriffen zu etwa 80 Prozent zerstört wurde. Fast 10.000 Menschen verloren am 22. Oktober 1943 ihr Leben, Unzählige wurden verletzt. Der Feuerschein Kassels war in jener Nacht über Hunderte von Kilometern sichtbar.
Der Streifen verdeutlicht, was die Folgen eines Krieges ein ganzes Leben lang in den Köpfen und den Herzen der Überlebenden und auch ihrer Nachkommen hinterlassen können. Er zeigt aber auch, wie die fast 1100 Jahre alte nordhessische Großstadt vor ihrer Zerstörung aussah. Dies dürfte nicht nur bei den Menschen, die die Schrecken des Krieges erlebt haben, sondern auch bei den nach 1945 geborenen Generationen auf großes Interesse stoßen. Diese haben damit Gelegenheit, das alte Kassel filmisch und dokumentarisch kennen zu lernen.
Stadt Kassel
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus / Obere Königsstraße 8
34112 Kassel
Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
Telefax: 0561 / 787-87
E-Mail: presse@stadt-kassel.de
Pressesprecher Hans-Jürgen Schweinsberg
Pressesprecherin Petra Bohnenkamp
Kassel und die Region im Internet:www.kassel.de
Die Stadtverwaltung im Internet: www.stadt-kassel.de
Die Pressestelle documenta-Stadt Kassel ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren.