30. Dezember 2009. Eine Führung in der Dauerausstellung und in der Sonderausstellung "400 Jahre Kasseler Theatertradition: „Vom Ottoneum des Landgrafen Moritz bis zum Neubau von Paul Bode“ mit Jürgen Mahlmann findet am Mittwoch, 6. Januar, 18 Uhr, im Stadtmuseum Kassel, Ständeplatz 16, statt.
Der Abriss des Preußischen Staatstheaters in den 50er Jahren und der Skandal um den Neubau von Paul Bode erregt noch heute Ärger und führt zu Diskussionen. Dabei blickt Kassel auf eine viel längere Theatertradition zurück, die bis in den Beginn des 17. Jahrhunderts zurückreicht.
Von 1604 bis 1607 ließ Landgraf Moritz der Gelehrte für die in deutschen Landen umher ziehenden Schauspieler der englischen Shakespeare Company den ersten steinernen Theaterbau in Deutschland errichten, das Ottoneum. Ab dem 18. Jahrhundert konnten die Kasseler Bürger Theaterstücke und Operaufführungen in dem neuen Haus am Opernplatz besuchen. Die Namen der Komponisten und Musiker Heinrich Schütz und Louis Spohr, gefördert von den jeweiligen Landesfürsten, sind noch heute untrennbar mit Kassel verbunden.
Die Führung findet im Rahmen der regelmäßigen öffentlichen Führungen jeden ersten Mittwoch im Monat statt. Die Teilnahme ist kostenlos, lediglich der reguläre Eintritt in Höhe von 1,50 Euro muss entrichtet werden.
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