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| Pressemitteilung vom 21. Januar 2010 |
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Umweltfreundlicher Abfallsammler auf Hybridbasis Hofgeismar/Kreis Kassel. Neue Wege beim Antrieb der Fahrzeugflotte geht die Abfallentsorgung Kreis Kassel: „Wir haben ein Fahrzeug mit hydraulischem Hybridantrieb angeschafft und wollen damit den Kraftstoffverbrauch um bis zu 30 Prozent senken“, informiert Vizelandrätin Susanne Selbert bei der Vorstellung des neuen Fahrzeugs im Entsorgungszentrum Kirschenplantage bei Hofgeismar. Mit Hilfe der modernen und innovativen Fahrzeugtechnik könnten auch andere Schadstoffemissionen wie zum Beispiel Bremsstäube erheblich verringert werden. Das seit einem Monat im Einsatz befindliche Fahrzeug kostete 175.000 Euro – auf den Hybridantrieb entfielen davon 25.000 Euro. Selbert: „Auch die Gebührenzahler im Kreis profitieren von dem neuen Fahrzeug, da wir wegen des geringeren Kraftstoffverbrauches, der geringeren Kosten für die Bremsenwartung und damit verbundener Fahrzeugstillstandzeiten Betriebskosten verringern“. Das umweltfreundliche Abfallsammelfahrzeug arbeitet mit zwei unterschiedlichen Antrieben. Der verwendete hydraulische Hybridantrieb unterscheidet sich dabei von dem bereits häufiger eingesetzten elektrischen Hybridantrieb hauptsächlich darin, dass statt einer Batterie ein Druckbehälter als Energiespeicher genutzt wird. „Die bislang ungenutzte Brems- und Schubenergie wird gespeichert und durch das häufige wieder Anfahren schnell wieder abgegeben. Deswegen eignet sich der hydraulische Hybridantrieb auch besonders für schwere Fahrzeuge, die häufig bremsen müssen“, erläutert Carsten Mielke, Abteilungsleiter bei der Abfallentsorgung Kreis Kassel. Sobald der Fahrer des Fahrzeuges beim Heranfahren an einen Abfallbehälter den Fuß vom Gaspedal nimmt, wird das Fahrzeug ohne Nutzung der Betriebsbremse verlangsamt. Mielke: „Während des Bremsvorgangs wirkt eine Axialkolbenmaschine als Pumpe, nimmt Energie aus dem Antriebsstrang auf und drückt Hydraulikflüssigkeit in einen mit Stickstoff gefüllten Speicher. Dies bewirkt dann ein Bremsmoment auf die Antriebsräder und das Fahrzeug kommt zum Stehen“. Ist der Abfallbehälter geleert und das Sammelfahrzeug fährt wieder an, verdrängt das unter Druck stehende Gaspolster die Flüssigkeit aus dem Speicher. Die Axialkolbenmaschine fungiert jetzt als Hydromotor, der den Fahrzeugdieselmotor unterstützt und den Kraftstoffverbrauch beim Anfahren reduziert. Je weniger Gas der Fahrer gibt, desto größer ist der Anteil des hydraulischen Antriebs im Vergleich zu dem ergänzenden Anteil des Dieselmotors. „Der hydraulische Hybridantrieb ist gegenüber dem batteriegestützten Hybridantrieb im Vorteil, da er nur rund 700 Kilogramm wiegt und sich aufgrund der geringeren zusätzlichen Kosten schneller amortisiert“, weist Stephan Kruse, Niederlassungsleiter der Firma Haller Umweltsysteme GmbH & Co., die den hydraulischen Hybridantrieb zusammen mit der Bosch Rexroth AG entwickelt hat, auf einen weiteren Pluspunkt hin. Batteriegestützte Hybridantriebe für Nutzfahrzeuge wiegen und kosten mehr als das doppelte eines hydraulischen Hybridantriebes. Die Abfallentsorgung Kreis Kassel rechnet damit, die zusätzlichen Kosten für den umweltfreundlichen Antrieb nach fünf Jahren über gesparte Kraftstoff- und Betriebskosten „wieder einzuspielen“, rechnet Betriebsleiter Uwe Pietsch vor. Da ein Sammelfahrzeug in der Regel zehn Jahre im Betrieb ist, hätte sich somit die Investition bereits nach der Hälfte der Nutzungszeit amortisiert. Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten: Hybridfahrzeug |
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LANDKREIS KASSEL
Pressesprecher
Harald Kühlborn
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