25. Januar 2010. Das Bundesprogramm „Kommunal-Kombi“ ist für Menschen, die Arbeitslosengeld II/Hartz IV erhalten. Ziel ist die Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt. 2008 wurde von der Stadtverordnetenversammlung die Schaffung von zusätzlichen, befristeten Stellen bei der Stadtverwaltung und gemeinnützigen Trägern in Kassel beschlossen. Finanziert werden die Kommunal-Kombi-Stellen mit Geldern des Bundes, Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds und einem hohen städtischen Eigenanteil. Das Programm wird in enger Abstimmung zwischen dem Sozialamt und der Arbeitsförderung Kassel-Stadt (AFK) umgesetzt. Die einzelnen Stellen können bis zu drei Jahre besetzt und gefördert werden.
Die Frist für Neuanträge des Programms ist mit Datum Dezember 2009 abgelaufen. Bis dahin sind Anträge für 92 Personen gestellt worden, von denen 77 bewilligt wurden.
Dazu Stadtkämmerer Dr. Barthel: „Bei der Entscheidung über die Bewilligung einer Maßnahme wurde insbesondere das Kriterium der Zusätzlichkeit sehr streng überprüft. Das begrüßen wir, weil damit eine deutliche Abgrenzung zu regulärer Beschäftigung geschaffen wird.“
Das Programm für langzeitarbeitslose Menschen sollte aber auch Beschäftigung möglichst nahe am Arbeitsmarkt ermöglichen.
Dr. Barthel informiert über erfolgreiche Beispiele des Programms. So konnte ein Mitarbeiter eingestellt werden, der einen detaillierten Führer für behinderte Menschen für das Internet erstellen wird. Dieser - auch in Buchform erhältliche- Behindertenführer eignet sich für Besucher der Stadt, aber auch der Bürger, die sich zum Beispiel über neue Einrichtungen oder bei aktuellen Events über die Behindertenfreundlichkeit des Veranstaltungsortes informieren wollen. Das Programm ist weltweit abrufbar, bietet Filtermöglichkeiten für spezielle Behinderungen, es ist auch abrufbar über GPS und somit für sehbehinderte Menschen geeignet. Das Programm kann jeweils kurzfristig aktualisiert werden.
Weitere sehr erfolgreiche Beispiele sinnvoller Förderung sind die Unterstützung des Kasseler Familienberatungszentrums beim Begrüßungspaket "Willkommen von Anfang an - Gesunde Kinder in Kassel", über das die Presse ausführlich berichtet hat, sowie zusätzliche pädagogische Förderprogramme an Schulen - dazu gehören Leseförderung in Kleingruppen oder mit einzelnen Kindern, Schulwegbegleitung von Vorschulkindern oder der Bibliotheksaufbau.
Dr. Barthel: „Auch wenn wir gerne mehr geförderte Beschäftigung mit den Mitteln aus dem Bundesprogramm eingerichtet hätten - was wir auf den Weg gebracht haben, sind Vorzeigeprojekte, von denen letztlich alle Bürger der Stadt profitieren.“
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