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| Pressemitteilung vom 01. Februar 2010 |
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Schmidt: Dorferneuerung und Regionalentwicklung beste Konjunkturprogramme für den ländlichen Raum Kreis Kassel. „Dorferneuerung und Regionalentwicklung sind die besten Konjunkturprogramme für den ländlichen Raum“, stellt Landrat Uwe Schmidt bei der Vorstellung der Förderbilanz der beiden Programme im Naturparkzentrum Dörnberg fest. Statt in sehr kurzer Zeit Millionen „auf den Markt zu werfen“, zeichnen sich beide Förderprogramme durch große Nachhaltigkeit aus. Allein im Bereich Regionalentwicklung sei es in der vergangenen Förderperiode von 2000 bis 2006 gelungen, 1.000 Förderprojekte mit einer Investitionssumme von über 30 Millionen Euro in der Region zu realisieren. „Ich bin guter Dinge, dass wir nach Abschluss der bis zum Jahr 2013 laufenden Förderperiode ähnlich gute Zahlen präsentieren können“, so der Landrat. Schmidt: „Beide Programme – Dorferneuerung und Regionalentwicklung - ermöglichen eine gezielte Förderung der ländlichen Stadt- und Ortsteile zur Stärkung der Dorfzentren, zum Erhalt von Lebensqualität und Arbeitsplätzen und zur Entwicklung zukunftsfähiger Versorgungs- und Tourismusangebote“. Sowohl die Landkreise wie auch die Kommunen wären ohne die Fördermittel von EU, Bund und Land überfordert, den Strukturwandel auf dem Land zu bewältigen. Vor dem Hintergrund der Finanzprobleme der Kommunen stellten bereits heute die von den Städten und Gemeinden zu finanzierenden Komplementärmittel ein großes Problem dar. „Es ist daher aus meiner Sicht sinnvoll, dass über die Förderquoten neu nachgedacht wird – hier alle Kommunen über einen Kamm zu scheren, wird den Verhältnissen vor Ort nicht gerecht“, so Schmidt. Vorstellbar wäre zum Beispiel eine gestufte Förderung nach der Finanzstärke der Kommunen, die der Kreis für seine wenigen Fördermittel auch als Kriterium anlegt. „Baunatal und Wahlsburg lassen sich von der Finanzkraft nicht vergleichen – ich werde mich daher für höhere Förderquoten für die besonders finanzschwachen Kommunen einsetzen“, kündigt der Landrat an. Kritisch beurteilt Schmidt den zu beobachtenden Rückzug des Landes aus der Förderung des ländlichen Raums. „Die Zahl der Orte, die neu in die Dorferneuerung aufgenommen werden können, ist hessenweit von 56 auf 30 zurückgenommen worden – das ist das vollkommen falsche Signal, wenn es darum geht, Leben, Arbeiten und Wohnen auf dem Land attraktiv zu halten“, so der Landrat. Auch im Landkreis Kassel war es nicht gelungen, Orte wie geplant für 2010 im Dorferneuerungs-Programm unterzubringen. Trotz dieser schwieriger werdenden Rahmenbedingungen sind die Zahlen der in der Dorferneuerung und der Regionalentwicklung im Landkreis Kassel realisierten Projekte und Fördersummen im Jahr 2009 mehr als vorzeigbar. Es sei wieder gelungen, alle bis zur Bewilligungsreife bearbeiteten Anträge auch zu fördern. Schmidt: „Das ist der guten Vorarbeit durch das Amt für den ländlichen Raum und den Verein Region Kassel-Land e.V. zu verdanken“. Im vergangenen Jahr konnten durch den Landrat und das Amt für den ländlichen Raum Förderbescheide in Höhe von etwas mehr als 1,8 Millionen Euro übergeben werden. „Und das obwohl durch die lange Zeit unklare Haushaltslage des Landes die Förderzusagen erst sehr spät im Jahr gegeben werden konnten“, betont Schmidt. Es zeige sich, dass im Bereich der Regionalentwicklung in den beiden Projekten „Casseler Bergland“ und „KulturLandschaft HessenSpitze“ die neue Förderperiode gut angelaufen sei. Im Jahr 2007 war der Kreis in den Genuss von insgesamt rund 2 Millionen Euro Fördermittel gekommen. In die insgesamt 37 öffentlichen Dorferneuerungsmaßnahmen in Stadt- und Ortsteilen im Kreis flossen 2009 673.308 Euro. Damit konnten Investitionen in Höhe von rund 1 Million Euro ermöglicht werden. 458.516 Euro ging an 60 Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung, die von Privaten durchgeführt wurden. Hier wurde eine Investitionssumme von knapp 1,6 Millionen Euro realisiert. 680.159 erhielten 29 Regionalentwicklungsprojekte von privaten und öffentlichen Trägern (Investitionssumme: 1,86 Millionen Euro). „Drei der Projekte lagen hier im Schwalm-Eder-Kreis, der mit Niedenstein, Edermünde und Gudensberg zum Casseler Bergland gehört“, erläutert der Landrat. Gerade im öffentlichen Bereich sei 2009 wieder eine Reihe von Großmaßnahmen gefördert worden, erläutert Peter Nissen, Abteilungsleiter Dorf- und Regionalentwicklung im Amt für den ländlichen Raum Hofgeismar. Beispielhaft nennt er das Klostermuseum in Zierenberg-Burghasungen (277.000 Euro), die Kulturscheune in Liebenau (Fördersumme: 110.251 Euro), die Umnutzung und Erweiterung des ehemaligen Schlauchturms in Lohfelden-Vollmarshausen (81.999 Euro) und die Neugestaltung der Ortsmitte in Bad Emstal-Riede (64.419 Euro). Schmidt: „Diese Beispiele zeigen die gesamte Bandbreite der geförderten Maßnahmen“. Während es in der Dorferneuerung schwerpunktmäßig um die Neunutzung vorhandener Gebäude in der Ortsmitte gehe, spiele in der Regionalentwicklung die Verbesserung der touristischen Vermarktung sowie neue kulturelle Angebote im ländlichen Raum die entscheidende Rolle. Der Erhalt historischer Ortskerne werde vor dem Hintergrund des demographischen Wandels auch in Zukunft eine große Bedeutung haben. Die Fördergelder für private Maßnahmen seien ebenfalls vollständig in Sanierungsmaßnahmen in der Dorfmitte geflossen. Der demographische Wandel führe dazu, dass die Bemühungen zur Stärkung der Ortskerne weiter erhöht werden müssen. „Mit den Förderzusagen konnten im privaten und öffentlichen Bereich insgesamt Investitionen in Höhe von knapp 4,5 Millionen Euro realisiert werden“, freut sich der Landrat. Die von den Mitarbeitern des kreiseigenen Amtes in Hofgeismar betreuten Maßnahmen in öffentlicher und privater Trägerschaft hätten so dazu beigetragen, Arbeitsplätze und Beschäftigung in Handwerk und Gewerbe vor Ort zu sichern. In der Regel wurden die Aufträge von regionalen Handwerksfirmen ausgeführt. Gerade im privaten Bereich sei die regionalwirtschaftliche Bedeutung der Förderprogramme am größten. Abteilungsleiter Nissen weist Interessenten darauf hin, am besten bis zum Frühjahr Anträge zu stellen, um so eine gute Chance für eine Bewilligung in 2010 zu haben. „Dafür, dass 2009 alle Anträge erst ab November bewilligt werden konnten, sind die 680.159 Euro Fördermittel für 29 öffentliche und private Projekte, die Investitionen in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro ausgelöst haben, mehr als respektabel“, zieht auch der Wolfhager Bürgermeister Reinhard Schaake als Vorsitzender des Vereins Region Kassel-Land e.V. eine zufriedene Bilanz der Regionalentwicklung. Schaake: „Wir freuen uns besonders darüber, dass Geld in Projekte geflossen ist, die weit über die direkten Investitionen hinaus nachhaltige Impulse für die Region bringen“. Auch für die Regionalentwicklung gelte, dass Förderanträge möglichst bald gestellt werden sollten – besonders arbeitsplatzschaffende Maßnahmen würden vorrangig berücksichtigt, so Schaake weiter. Er bedankt sich Benjamin Schäfer als Geschäftsführer des Vereins Region Kassel-Land sowie bei Regionalmanagerin Ute Raband sowie ihrer Mitarbeiterin Juliane Schüßler, die mit ihrer Beratung die Basis für die erfolgreiche Bilanz gelegt hätten. Schaake legt großen Wert darauf, dass die Mitgliedschaft im Verein Region Kassel-Land keine freiwillige Aufgabe sei. „Das Land Hessen fordert Regionalforen wie Region Kassel-Land als Voraussetzung für die Nutzung von Förderprogrammen – als freiwillige Aufgabe kann man die Mitgliedschaft also nicht bezeichnen“. Im Verein Region Kassel-Land sind alle 29 kreisangehörigen Kommunen Mitglied. Nissens Abteilung in der Manteuffel-Anlage in Hofgeismar steuert zusammen mit dem Verein Region Kassel-Land e.V. die Projekte der Regionalentwicklung im Kreis und koordiniert die Dorferneuerung in den zur Zeit 12 Stadt- und Ortsteilen im Landkreis Kassel, die am Dorferneuerungsprogramm teilnehmen. Sämtliche Förder- und Auszahlungsanträge werden dort bearbeitet sowie Entwicklungsprozesse im privaten und öffentlichen Bereich initiiert. Ansprechpartner für alle Fragen rund um das hessische Dorferneuerungsprogramm und für den Bereich ländliche Regionalentwicklung ist das Amt für den ländlichen Raum im Landkreis Kassel, Manteuffel-Anlage 5 in 34369 Hofgeismar (Tel.: 05671/8001-2413), E-Mail: peter-nissen@landkreiskassel.de. Beratung für Förderanträge im Bereich Regionalentwicklung und für die LEADER-Region Hofgeismar/Wolfhagen gibt es beim Verein Region Kassel-Land e.V., Raiffeisenweg 2, 34466 Wolfhagen (Tel. 05692/987326-0), E-Mail: info@region-kassel-land.de. Hintergrund: Aktuell nehmen folgende Ortsteile im Landkreis Kassel am Dorferneuerungsprogramm teil: Breuna und Breuna-Rhöda (noch bis 2011) Calden-Ehrsten (noch bis 2015) Fuldabrück-Dörnhagen (noch bis 2010) Fuldatal-Simmershausen (noch bis 2016) Grebenstein-Burguffeln (noch bis 2017) Immenhausen-Mariendorf (noch bis 2011) Naumburg-Elbenberg (noch bis 2010) Oberweser-Heisebeck (noch bis 2012) Söhrewald-Wellerode (noch bis 2017) Wolfhagen-Gasterfeld (noch bis 2014) Wolfhagen-Wenigenhasungen (noch bis 2016) Zierenberg-Burghasungen (noch bis 2014) Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten: Bilanz Foerderprogramme Auf dem Foto sieht man von links nach rechts Rüdiger Henne (Bürgermeister Oberweser und Vorsitzender des Regionalforums KulturLandschaft HessenSpitze), Peter Nissen (Amt für den ländlichen Raum des Landkreises Kassel), Landrat Uwe Schmidt und Reinhard Schaake (Bürgermeister Wolfhagen und Vorsitzender des Vereins Region Kassel-Land e.V.) auf der Suche nach zusätzlichen Mitteln im Fördertopf.
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Harald Kühlborn
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