04. Februar 2010

Ehemaliges Munitionsdepot Brachter Wald: Entspannung beim Damwildbestand

Kreis Viersen

Die Situation des Damwildes im ehemaligen Munitionsdepot Brachter Wald hat sich entspannt. Grund dafür ist die Erfüllung des Abschussplanes. Das teilte der Kreis Viersen mit. Im Zeitraum von April 2009 bis 31. Januar, dem Ende der Jagdzeit, wurden 652 Damtiere erlegt. Der im vergangenen Jahr aufgestellte Abschlussplan sah 620 Tiere vor. Im Frühjahr 2010 wird der Damwildbestand erneut gezählt. Daran wird sich der Abschussplan für die kommende Jagdsaison orientieren.

Die Überpopulation wurde Anfang März 2009 festgestellt, nachdem der Landesbetrieb Wald und Holz insgesamt 25 tote Damtiere aufgefunden hatte. Daraufhin wurden rund 1.000 Tiere gezählt. Das Nahrungsangebot im Naturschutzgebiet reichte für diesen hohen Damwild-Bestand nicht aus. Die Überpopulation musste daher so schnell wie möglich reduziert werden.

Die für das Naturschutzgebiet "Brachter Wald" bestehende Projektsteuerungsgruppe "Naturschutz" wurde zu einer "AG Damwild" erweitert, um anstehende Probleme mit den betroffenen Jagdpächtern, Eigentümern und Fachbehörden aktuell und zeitnah auf breiter fachlicher Basis zu lösen. Die Festsetzung des Abschussplanes durch die Untere Jagdbehörde war nur eine von vielen Maßnahmen. Unter anderem wurden Fütterungen, körperliche Nachweise der Abschüsse, Schonzeitaufhebungen, zeitweise Schließung des Depots, Aussetzung der Schafbeweidung und Kontrollen angeordnet. Auch die im Frühjahr dieses Jahres geplanten erneuten Zählungen gehören dazu, ebenso wie ein ständiges Monitoring.

Nach derzeitigem Kenntnisstand lässt sich eine mittelfristige Bestandsreduzierung nur durch einen weiterhin hohen Abschussplan, gegebenenfalls durch Schonzeitaufhebung und weitere behördliche Anordnungen erreichen. Ebenso wird vorerst eine weitere Zufütterung erforderlich sein. Dennoch geben die bisherigen guten Zwischenergebnisse und die gemeinsamen Anstrengungen aller Beteiligten zur Lösung des Problems Anlass zu einer optimistischen Einschätzung der künftigen Entwicklung. Dafür spricht auch, dass bisher kein Fallwild gefunden wurde. Als Fallwild bezeichnet man Tiere, die ohne so genannte jagdliche Einwirkung, gestorben sind.

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