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Virtuelle PCs im Rathaus
Innovative Systemtechnik bei der Stadt als Vorzeigeprojekt
Borken - 15. Februar 2010. „Wenn das Ziel oder auch die Aufgabe darin besteht, eine Verwaltung mit notwendiger EDV auszustatten, sind im Hinblick auf Effizienz innovative Techniken gefragt. Diese sollten gleichzeitig Ressourcen schonen, Kosten einsparen und den Wartungsaufwand reduzieren.“, erläutert Klemens Taplan, Abteilungsleiter der Fachabteilung Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) bei der Stadt Borken.
In der Abteilung IKT der Stadtverwaltung wurde die Aufgabe durch den Einsatz sogenannter „Pano Zero Clients“, kurz - Panos - gelöst. Sie ersetzen herkömmliche PCs. Panos sind kleine Edelstahlwürfel, an die Endgeräte wie Monitor, Tastatur und Maus angeschlossen werden können. Der Pano selbst steht in Verbindung mit einem speziellen Server, auf dem der eigentliche PC in virtueller Form hinterlegt ist. Der Fachmann spricht in diesem Zusammenhang von „Desktop Virtualisierung“.
Durch den Einsatz dieser Server wurden bei der Stadt Borken bis heute mehr als 120 PCs eingespart. „Der Einstieg erfolgte an der Cordula-Grundschule, wo Lehrer und Schüler an sechzehn Panos in allen acht Klassenräumen Zugang zu ihren Anwendungen und zum Internet haben“, erinnert sich Systemadministrator Christian Weitzenbürger, der diese Technik bei der Stadtverwaltung eingeführt hat. Seinem Einsatz ist es zu verdanken, dass mittlerweile mehrere Schulen und auch das Jugendamt, Sozialamt und die VHS entsprechend ausgestattet sind.
Die Vorteile der Virtualisierung liegen auf der Hand: Die Wartung erfolgt von zentraler Stelle aus, die Energiebilanz ist positiv (3 Watt pro Pano gegenüber 250 Watt pro PC) und die Kosten für Hardware liegen um 15 bis 20 Prozent niedriger als bei einer Ausstattung mit herkömmlichen PCs. Den Sachbearbeiter am Arbeitsplatz stört kein Brummen und Rauschen mehr, dafür hat er mehr freien Platz am Schreibtisch. Hinsichtlich der Zugriffe auf seine DV-Verfahren ist kein Unterschied erkennbar. Grund genug, den Ausbau der Technik zu forcieren. Dank des Engagements von Weitzenbürger und seiner Kollegen aus der Abteilung IKT hat die Stadt Borken frühzeitig damit begonnen, ihre Systemtechnik entsprechend zu modernisieren. Für die Virtualisierung interessieren sich auch andere Kommunen. So hatte die Stadtverwaltung in den vergangenen Monaten Besuch von den Städten Wolfsburg, Bocholt und Wermelskirchen. Auch Kollegen der holländischen Provinz Overijssel waren schon zur Visite in Borken, um sich dieses Vorzeigeprojekt erläutern zu lassen.
Pressekontakt: Stadt Borken, Pressesprecher Bernd Kemper, Tel. 02861 / 939 - 303, bernd.kemper@borken.de
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Christian Weizenbürger mit den Pano Zero Clients
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