Kein Verkehrsversuch in der Ried
05.03.2010 | Herten
Ministerium für Bauen und Verkehr verweigert Zustimmung
Das Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen gibt keine Zustimmung zur Durchführung eines Verkehrsversuches in der Hertener Ried. Damit wird es keine Fahrbahnaufteilung nach niederländischem Modell geben.
Zusammen mit der Bundesanstalt für Straßenwesen hatte die Stadt Herten bei den übergeordneten Behörden die Zustimmung für den Verkehrsversuch beantragt. Es war angestrebt, dass auf den Straßen in der Ried nach der Fahrbahnsanierung eine beidseitig ein 0,7 Meter breite Randstreifen markiert werden sollte. Das Ministerium teilte nun der Stadt Herten mit, dass eine Notwendigkeit für den Verkehrsversuch nicht erkennbar sei. Die Erwartung der Verwaltung, dass nach der vorgesehenen Deckenerneuerungen die Fahrzeuge schneller unterwegs seien und somit Radfahrer gefährdet werden könnten, reicht nach Auffassung des Ministeriums nicht als Begründung für einen Verkehrsversuch aus. Der Mischverkehr auf der Fahrbahn biete bei den vorhandenen Verkehrsbelastungen ausreichend Verkehrssicherheit, so das Land. Daher bestehe dort keine Notwendigkeit für diesen Verkehrsversuch, um eine im europäischen Ausland verwendete Verkehrsregelung auch in Deutschland einzuführen. Sowohl die vorhandenen technischen Regelwerke als auch die Straßenverkehrsordnung in Deutschland sehen derartige Markierungen nicht vor.
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