Jugendlichen den Start ins Berufsleben erleichtern

11.03.2010 | Herten

Jahresforum der Weinheimer Initiative in Nürnberg

Der Einstieg ins Berufsleben ist für viele junge Menschen nicht leicht: Weniger Ausbildungsplätze, berufliche Orientierungslosigkeit und soziale Benachteiligung behindern Schulabgänger oft dabei, lückenlos eine Lehrstelle anzutreten. Diese Problematik diskutierte die Arbeitsgemeinschaft Weinheimer Initiative in einem Forum am Mittwoch, 3. März, in Nürnberg. Delia Temmler, Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung Stadt Herten, nahm daran teil.

Rund 150 Vertreter aus mehr als 20 Städten und Landkreisen arbeiten daran, kommunale Voraussetzungen für den Berufsstart zu schaffen. "Vor Ort" könne eine Menge getan werden, Verantwortung sei hier konkret greifbar, hieß es. Darüber hinaus seien scheiternde Berufseinstiege eine soziale Belastung für Städte und Kreise. Ziel der Initiative: die lokale Gestaltung des Übergangs von der Schule in die Arbeitswelt zur dauerhaften Aufgabe machen.

Im Fokus der Diskussionen: Wie wirksam kann kommunales Engagement sein? In finanziell schwierigen Zeiten eine berechtigte Frage. Doch die Arbeitsgemeinschaft ist sich einig: die Wirksamkeit hängt vor allem von den Vorgaben der Länder und der Bundesregierung ab. Diese beeinflussen den Berufsstart durch ihre Schul- und Bildungspolitik.

Bürgermeister Dr. Uli Paetzel unterschrieb mit den beteiligten (Ober-) Bürgermeistern und Landräten gemeinsam die "Nürnberger Erklärung" der Arbeitsgemeinschaft. Darin wird betont, dass der Schritt "vom Schulabgänger zum Berufsanfänger" weiterhin eine kommunale Verpflichtung sein soll. Allerdings bestehe eine gemeinsame Verantwortung von Bund und Ländern: diese müssen die Voraussetzungen für einen sicheren Start in die Arbeitswelt durch gesetzliche Rahmenbedingungen unterstützen und sichern.

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