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documenta-Stadt Kassel

LED-Lampen für Kassel

Stadt rüstet 600 Straßenleuchten mit Energiespartechnik aus

02. April 2010.

Kassel stellt die Weichen in Richtung umweltfreundliche Straßenbeleuchtung in LED-Technik. Dafür stellt die Stadt in diesem Jahr 200.000 Euro für die Umrüstung von 600 Quecksilberdampflampen auf energiesparende LED-Leuchten zur Verfügung. Das teilte Stadtrat Dr. Joachim Lohse jetzt im städtischen Pressedienst mit.

 

Gunnar Polzin, Leiter des Straßenverkehrs- und Tiefbauamtes, erläuterte das Vorgehen: „Wir tauschen nur die Leuchtmittel an Masten aus, die noch gut in Schuss sind und noch lange genutzt werden können.“ Die Leuchten werden weiter genutzt, lediglich die innere Technik der Lampenkörper wird ausgetauscht. Die Umrüstung in der so genannten RetroFit-Technik kostet pro Lampe etwa 300 Euro und senkt den Energiebedarf von etwa 60 Watt auf unter 30 Watt. Weiterer Einspareffekt: Die Wartungsintervalle der modernen LED-Leuchten sind erheblich länger. Bei den herkömmlichen Quecksilberdampflampen müssen die Techniker der Städtische Werke AG alle drei bis vier Jahre zum Turnuswechsel ausrücken, bei den LED-Modellen kann man von bis zu zwölf Jahren ausgehen. Die Lebensdauer der LED-Leuchtmittel soll laut Hersteller bei 50.000 Stunden liegen. Durch den geringen Stromverbrauch und die langen Wartungsintervalle amortisieren sich die neuen Leuchten nach Berechnungen der Stadt innerhalb von sechs Jahren.

 

Den 600 Lampen, die in diesem Jahr umgerüstet werden, folgen im kommenden Jahr weitere 623, wenn die notwendigen Mittel im Haushaltsplan 2011 zur Verfügung gestellt werden. Nach Abschluss dieser Austauschaktion werden damit gegenüber dem jetzigen Energiebedarf rund 166.000 Kilowattstunden eingespart.

 

Bei Neubauten kann allerdings noch nicht in allen Fällen auf die neue energiesparende Technik umgestellt werden. Grund: Derzeit sind günstige, wirtschaftliche LED-Modelle noch nicht für jede Anforderung geeignet. Die Techniker der Städtische Werke AG stehen aber nach Angaben des Unternehmens in Kontakt mit den Herstellern und warten den Zeitpunkt ab, zu dem das Preis-Leistungsverhältnis der LED-Technik besser wird.

 

An der Hafenbrücke wird die derzeit installierte provisorische Beleuchtung auf LED-Leuchten umgestellt. Die Bedingungen sind nach Einschätzung der Techniker technisch zwar sehr anspruchsvoll, denn die Straße auf der Brücke benötigt viel Licht und damit Leuchten mit hoher Leistung, die Stadt wolle aber den aktuellen Stand der Technik prüfen und ausloten, was mit der modernen Technik möglich sei und wo die Grenzen lägen. Hilfreich waren die Erfahrungen, die die Städtische Werke-Techniker an einer LED-Versuchsstrecke auf dem Betriebshof Ost und der Umrüstung von herkömmlichen Leuchten auf LED-Technik in der Mayenfeldstraße gesammelt hatten.



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