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Magdeburg, 22. April 2010
AG Behinderte berät aktuelle Fragen zur Barrierefreiheit
Sitzung am nächsten Donnerstag im Alten Rathaus

Die kommunale Arbeitsgruppe Menschen mit Behinderungen trifft sich am kommenden Donnerstag, dem 29. April 2010, um 13.30 Uhr zu ihrer 48. Sitzung. Sie findet im Franckesaal des Alten Rathauses statt. Die Arbeitsgruppe befasst sich ständig mit Fragen der barrierefreien Gestaltung von Bauvorhaben und des ÖPNV. Daran beteiligt sind das Stadtplanungsamt, das Tiefbauamt und die Magdeburger Verkehrsbetriebe.

 

Schwerpunktthemen sind diesmal Fragen zur Gestaltung des Breiten Weges am Justizzentrum, die Perspektiven für eine barrierefreie Haltestelle am Domplatz und die Nutzung der Lindwurm-Brücke über den Magdeburger Ring für Rollstuhlfahrer. Auch die Barrierefreiheit am und im Zoo steht aus aktuellem Anlass im Fokus der Arbeitsgruppe. Eingeladen sind auch Vertreter des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) und des Familienhauses Magdeburg, um Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu erörtern.

 

Auf der Sitzung am kommenden Donnerstag wird der Behindertenbeauftragte Hans-Peter Pischner der Arbeitsgruppe auch seinen Jahresbericht für 2009 vorstellen. In dem Bericht werden Fortschritte für Menschen mit Behinderungen in Magdeburg, aber auch Defizite und Handlungserfordernisse dargestellt. Übergreifendes Thema ist die kommunale Umsetzung der 2009 in Kraft getretenen UN-Behindertenrechtskonvention.

 

An der kommunalen AG Menschen mit Behinderungen beteiligen sich seit 1999 Mitglieder von Behindertenverbänden und -vereinen, Stadträte, Mitarbeiter von Fachbereichen und Ämtern der Stadtverwaltung und engagierte persönlich betroffene Aktive.

 

In Sachsen-Anhalt leben ca. 171.300 anerkannte Schwerbehinderte (7,2 % der Bevölkerung). In der Landeshauptstadt sind mit Stand vom Dezember 2009 rund 17.200 Menschen amtlich als Schwerbehinderte anerkannt (7,5 %), einschließlich der Behinderten mit einem Grad der Behinderung (GdB) unter 50 sind rund 25.000 Menschen betroffen (11 %).

 

Von den Magdeburger Schwerbehinderten sind rund 10.000 in ihrer Mobilität wesentlich beeinträchtigt (Merkzeichen aG und G), weit über 1.000 von ihnen sind auf einen Rollstuhl angewiesen. 350 sind blind, 206 gehörlos und ca. 4.200 haben Anspruch auf die Mitnahme einer Begleitperson im ÖPNV (Merkzeichen B). Als hilflos gelten rund 2.000 Menschen (Merkzeichen H).

 

Rund 60 % der Betroffenen sind bereits 65 Jahre und älter. 53,3 % der Behinderten sind weiblich, wobei dieser Anteil mit zunehmendem Lebensalter ansteigt. Etwa 5.500 Einwohner sind pflegebedürftig, rund 2.600 von ihnen werden in stationären Einrichtungen gepflegt. In Werkstätten für Menschen mit Behinderungen sind rund 850 Betroffene beschäftigt.

 

 

Nähere Informationen:

Hans-Peter Pischner, Behindertenbeauftragter, Telefon 03 91/5 40 23 42

E-Mail: behindert@magdeburg.de

 

Der Behindertenbeauftragte ist im Alten Rathaus, Alter Markt 6, Südflügel, Erdgeschoss, Zimmer 043, zu erreichen. Seine Sprechzeiten sind dienstags von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 17.30 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung.



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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
Alter Markt 6
39104 Magdeburg
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