28. April 2010. Die gute sportliche Zusammenarbeit mit der Stadt Kassel hat der 2. Vorsitzende der Sportkreisregion Kassel, Bernd Klenke, zum Auftakt der 2. Kasseler Sportkonferenz hervorgehoben, die jetzt im Bürgersaal des Rathauses auf Einladung des Sportamtes der Stadt Kassel stattfand. Vor zahlreichen Vertretern der Kasseler Sportvereine und seiner Netzwerkpartner wie die Universität Kassel, die Sportkreisregion Kassel, Gremien des Landkreises und sportinteressierten Bürgern erklärte Klenke, die Zusammenarbeit mit der Stadt solle sich auch in Zukunft auf die Kernthemen der Sportentwicklung konzentrieren. Es gebe aber auch Gefahren für den organisierten Sport, wenn Vorgaben und Anforderungen die Arbeit in den Sportvereinen erschwerten.
Oberbürgermeister Bertram Hilgen unterstrich, die Stadt Kassel habe viel Geld in den Sportstättenbau investiert. So sei das Nordstadtstadion zu einer attraktiven Sportstätte umgebaut worden, in Wilhelmshöhe gebe es endlich die Drei-Felder-Sporthalle und auch die Kunstrasenplätze in der Schulstraße und auf den Waldauer Wiesen seien erneuert worden. Damit werde die Stadt Kassel der Bedeutung des Sports gerecht. Hilgen machte aber auch deutlich, dass zukunftsweisende Themen wie Kooperationen von Schulen und Vereinen, Integration durch Sport oder die Förderung des Breitensports angegangen werden müssten. Hier sollten sich Stadt und Sportvereine enger verzahnen und gemeinsam Lösungswege erarbeiten. So sei die Vernetzung von Vereinen untereinander künftig vermehrt notwendig, um beispielsweise gemeinsam Geschäftsstellen oder Honorarkräfte nutzen zu können und somit die Sportstadt Kassel mit ihren 177 Vereinen mit rund 40.000 Mitgliedern fit für die Zukunft zu halten.
Einen Aufruf, neue Perspektiven in den Vereinen zu entwickeln, startete Frank Gerhold vom Freiwilligen Zentrum Kassel. So habe sich das ehrenamtliche Engagement von Bürgerinnen und Bürgern in den vergangenen Jahren verändert. Es gebe jetzt Potential für ehrenamtliche Arbeit bei der älteren Generation und bei Frauen. Nicht der Wunsch nach langjähriger Arbeit im Sportverein stehe heutzutage im Vordergrund, sondern das projektorientierte Arbeiten im Team.
Burkhard Walter von der Arbeitsförderung Kassel-Stadt, der die Möglichkeiten der Zusammenarbeit von kommunaler Arbeitsförderung und den Sportvereinen erläuterte, erklärte, dass Sportvereine Arbeitssuchenden eine soziale Heimat bieten könnten, wenn sie diese in das Vereinsleben integrierten und ihnen auch eine Arbeitsmöglichkeit böten.
Kassels Sportdezernent, Bürgermeister Jürgen Kaiser, stellte das Modellprojekt "Sport in Kasseler Kitas" vor. In der Zusammenarbeit von Sportvereinen, Sportamt und Kindergarten würden die Kinder ebenso wie die Vereine profitieren.
Dr. Andrea Fröhlich, Leiterin des Kasseler Sportamtes, forderte zum Abschluss der Konferenz die Kasseler Sportvereine auf, inhaltliche Anmerkungen und Bedarfe ihrerseits mit dem Sportamt zu besprechen. Gemeinsam könne man dann etwas in der Stadt Kassel bewegen, damit die Sportvereine fit für die Zukunft würden.
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