29. April 2010
Kreis Viersen
Ein Doppelhaushalt 2011/2012 und eine Erhöhung der Kreisumlage auf 41,9 Prozent – auf diese Vorgaben für den Kreistag hat sich am Mittwochabend der Finanzausschuss des Kreises Viersen verständigt. Die moderate Anhebung der Kreisumlage – im Ansatz stand eine Anhebung von 39,5 auf 43,7 Prozent – bedeutet für die Kreisverwaltung harte Einschnitte: knapp 1,3 Millionen Euro müssen in den nächsten Monaten beim Personal eingespart werden.
Kosten für soziale Leistungen explodiert
Diese Zahl hatte eine interfraktionelle Sparkommission dem Kreis vor dem Hintergrund der davonlaufenden Kosten vor allem bei den Sozialleistungen ins Stammbuch geschrieben. „Wir sind davon nicht begeistert, werden uns dem aber stellen müssen“, sagte Landrat Peter Ottmann in der Finanzausschuss-Sitzung. Der Landrat machte deutlich, dass der Kreis-Etat ohnehin schon eng gestrickt ist und so gut wie keinen Spielraum lässt.
Weiterer Personalabbau nicht zu verkraften
Der Personalbestand in der Kreisverwaltung ist im Zuge eines Prozesses auf dem niedrigsten Stand seit 20 Jahren. Ein Absenken des Personal-Etats sei kaum zu verkraften. "Ob wir das schaffen, wissen wir nicht", sagte Ottmann. Und: Eine weitere Absenkung müsse zur Folge haben, dass Veränderungen spürbar sein werden.
Kein Doppelhaushalt 2010/2011
Für die neun Kommunen im Kreisgebiet bedeutet der niedrigere Ansatz bei der Kreisumlage hingegen spürbare Erleichterungen. Willich beispielsweise muss dadurch gut eine Million Euro weniger aufs Kreiskonto überweisen. Für Nettetal sind es 806.000, für Kempen 700.000 Euro.
Einen ursprünglich vorgesehen Doppelhaushalt 2010/2011 wollten die Politiker hingegen nicht unterschreiben. „Es sind noch zu viele Unbekannte im Etat“, sagte CDU-Sprecher Michael Aach.
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