Neues Guericke-Zentrum feierlich eingeweiht
Ottostadt Magdeburg.
Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und Staatssekretär André Schröder aus dem Landesministerium für Landesentwicklung und Verkehr haben heute das neue Guericke-Zentrum feierlich eingeweiht. Aus der ehemaligen Lukasklause direkt am Elbufer ist in 18monatiger Bauzeit ein Begegnungszentrum von Wissenschaft und Geschichte entstanden.
„Der Umbau der ehemaligen Lukasklause zu einem modernen Ausstellungs- und Veranstaltungszentrum ist nicht nur ein weiterer Baustein unserer sehr umfangreichen IBA-Beteiligung“, sagte Magdeburgs OB Dr. Lutz Trümper heute anlässlich der feierlichen Eröffnung. „In unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum und zur Universität ist hier ein Ort entstanden, der Wissenschaft und Stadtgeschichte in beeindruckender Weise verknüpft. Ich wünsche dem neuen Guericke-Zentrum viele interessierte Besucher.“
Das historische Ensemble der Lukasklause wurde im Zuge der Bauarbeiten um einen eingeschossigen Flachbau erweitert, der raumübergreifend eine hundertjährige Eiche umfasst und einen geschützten Raum zwischen den Wehrmauern erzeugt. außerdem entstand ein dreigeschossiger Turm neu, der so proportioniert ist, dass er den alten Wehrturm nicht verdeckt und damit die Dominanz beim Baudenkmal lässt. Die eingeschossige Einfassung des Hofraumes mit der Außenwand schirmt den Hof vom Schleinufer visuell und akustisch ab.
Als Fassade wurde eine eingefärbte Sichtbetonoberfläche mit sägerauher Schalung gewählt. Dadurch konnte ein homogener Baukörper mit einer lebendigen Oberfläche geschaffen werden. Der Wärmeschutz wird über eine Innendämmung gewährleistet.
Die Architektur des Erweiterungsbaus geht auf einen Entwurf des Berliner Architekturbüros "Pitz & Hoh" zurück. Nach einem vom Stadtplanungsamt ausgelobten Wettbewerb mit Vorschlägen von sieben Architekturbüros hatte sich eine Jury aus namhaften Architekten und Bauexperten mit großer Mehrheit für den Entwurf diese Büros entscheiden.
Künftiger Nutzer des Guericke-Zentrums ist die Otto-von-Guericke-Stiftung, die in dem Gebäude Ausstellungen, Veranstaltungen, Seminare und Konferenzen plant. In den ersten beiden Obergeschossen im Turmanbau werden Werkstatt- und Personalräume sowie Büroräume für die Museumsleitung und die Mitarbeiter ihren Platz haben. Im obersten Geschoss wird ein Schülerraum eingerichtet. Er soll für die pädagogische Arbeit über das Leben und Wirken von Otto-von-Guericke genutzt werden.
In die Erweiterung der Lukasklause wurden rund 1,3 Millionen Euro investiert. Der größte Teil der Summe – rund 580.000 Euro – sind Fördermittel aus dem Europäischen Fonds zur Regionalen Entwicklung (EFRE). 447.000 kommen von Bund und Land, 273.000 Euro von der Landeshauptstadt Magdeburg. An der Realisierung des Vorhabens waren 11 Planungs- und Prüfbüros, 15 Behörden sowie 25 bauausführende Firmen beteiligt. Der überwiegende Teil der vertraglich gebundenen Auftragnehmer stammte aus der Landeshauptstadt und aus dem Umland.
|