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Pressemitteilung vom
07. Mai 2010
Roy: „Radtourismus ist Wirtschaftsfaktor“ – Radwegeverbindung Diemel-Esse-Fulda gut für die Region
Trendelburg/Kreis Kassel.

„Der Fahrradtourismus gehört zu den wenigen, seit Jahren kontinuierlich steigenden Tourismusangeboten in Deutschland“, betont der Radverkehrsbeauftragte des Landkreises Kassel Rudi Roy in einer Stellungnahme zur Radwegeverbindung Diemel-Esse-Fulda. Die geplante Radwege-Verbindung von der Diemel über die Esse zur Fulda sei eine wichtige Voraussetzung, um Radtouristen mit attraktiven Wegen von den großen Radrouten in die „Märchen-Region Kassel“ zu locken und zum Verweilen einzuladen, so Roy weiter. „Der Ausbau dieser Route muss beim Land Hessen umgehend auf den Weg gebracht werden, da sonst die dafür vorgesehenen Mittel im Verkehrsministerium mit einer Förderquote von 75 Prozent für andere Projekte verwendet werden“, fordert der Radverkehrsbeauftragte.

 

Das Land Hessen habe bereits Zustimmung zum Ausbau signalisiert, zumal auch der hessische Radfernweg R 4 zwischen Hofgeismar-Hümme und Trendelburg-Stammen dadurch wesentlich verbessert wird. Nach Aussage von Roy ist die jetzt von Trendelburg überraschend eingebrachte Routenverlegung über die längere Strecke nach Sielen und entlang des alten Hauptgrabens nicht sinnvoll und könne das ganze Projekt zum Stoppen bringen. Roy: „Das Land Hessen wird die beantragten Mittel nur einsetzen, wenn damit auch der R4, wie geplant, weiter ausgebaut wird“. Eine Routenverlegung wäre nur durch einen erneuten Antrag möglich, dessen Genehmigung dann wieder Jahre dauern wird – wenn dann noch Geld vorhanden ist.

 

Da auf der Strecke Hümme - Stammen bereits ein geschotterter Wirtschaftsweg vorhanden ist, liegt nach Einschätzung von Roy der Trendelburger Mittelaufwand eher unter 20.000 Euro.

Da die Finanzsituation der Kommunen dem Landkreis Kassel bekannt ist, habe der Kreis den kreisangehörigen Städten und Gemeinden logistische und finanzielle Unterstützung beim Ausbau der Rad-Infrastruktur zugesagt. „Davon kann auch der Diemel-Esse-Fulda-Radweg profitieren,“ ist sich Roy sicher. Um diese Route nach sieben Jahren Planung jetzt endlich auf den Weg zu bringen, wird der Radfahrbeauftragte des Kreises zu einem runden Tisch mit den Vertretern des bewährten Radforums Region Kassel (den fünf beteiligten Kommunen, dem Amt für Straßen- und Verkehrswesen, dem Verein Region Kassel-Land e.V. für den Bereich Tourismus und dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub) einladen.

 

Hintergrund:

Dass Fahrradtourismus eine bedeutender Wirtschaftsfaktor ist, geht aus einer Grundlagenuntersuchung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie vom Oktober 2009 hervor. Die Zahlen sind beeindruckend: zu jährlich über 150 Millionen Tagesreisen kommen rund 22 Millionen Übernachtungen im Fahrradtourismus. Mit durchschnittlichen Ausgaben von ca. 65 Euro pro Tag und Radler wird im deutschen Fahrradtourismus ein Umsatz von über neun Milliarden Euro im Jahr geschaffen.

An diesem Boom kann die Region Kassel teilhaben, wenn sie es versteht, auf ihre landschaftlich reizvollen Pfunde hinzuweisen und die dafür erforderliche radtouristische Infrastruktur zu schaffen. Der Landkreis Kassel hat in den letzten Jahren beachtliche Anstrengungen unternommen, um die zahlreichen Radfernwege in Deutschlands schöner Mitte in überregionalen Radbroschüren („Deutschland per Rad entdecken“, „ADFC-Entdeckerkarte“) zu veröffentlichen. Auch die große Nord-Süd-Deutschlandroute (D 9-Route) führt von der Nordsee bis zu den Alpen durch die Region Kassel.

Als nächstes kommt es nach Einschätzung des Radverkehrsbeauftragten des Landkreises Rudi Roy darauf an, die Qualität der touristischen Radwege zu prüfen und soweit erforderlich in einen attraktiven Zustand zu bringen. Dabei spielen auch die Querverbindungen zwischen den Radfernwegen eine bedeutende Rolle.



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn

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LANDKREIS KASSEL
Pressesprecher
Harald Kühlborn
Wilhelmshöher Allee 19 - 21
34117 Kassel
Tel.: 0561/1003-1506
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