Am Sonntag, 9. Mai, findet die Wahl zum 15. Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen statt.
Es werden 181 Abgeordnete des Landtages NRW nach folgendem Wahlsystem gewählt:
Es wurde das Zweistimmen Wahlrecht neu eingeführt. Jeder Wahlberechtigte hat bei der Landtagswahl erstmals zwei Stimmen wie bei der Bundestagswahl, mit der zum einen unmittelbar der/die Wahlkreisabgeordnete und zum anderen die Landesreserveliste gewählt wird.
128 Abgeordnete als Wahlkreisbewerber in den Wahlkreisen 1 bis128 durch Mehrheitswahl mit der Erststimme, 53 Abgeordnete als Bewerber aus den so genannten Landesreservelisten durch Verhältniswahl mit der Zweitstimme.
Für die Wahl konnten sowohl von den Parteien als auch von den Wahlberechtigten Wahlvorschläge abgegeben werden. Die Parteien mussten zuvor in einem formellen Verfahren vom Landeswahlleiter zur Kandidatur zugelassen worden sein. Es gibt mehrere zum ersten Mal antretende Organisationen. Insgesamt treten über die Zweitstimme landesweit einheitlich 25 Parteien bzw. Wählergruppen an. Die Zahl der Bewerber bei der Erstimme ist von Wahlkreis zu Wahlkreis verschieden und beträgt für den Wahlkreis 20 Leverkusen sechs Bewerber(innen).
In einigen Wahlkreisen zum Beispiel in Köln treten mit der DKP bei der Erstimme auch Parteien/Wählergruppen an, für die bezüglich der Zweitstimme kein Wahlvorschlag zugelassen wurde.
Jeder Wahlkreisbewerber kann auch auf einer Landesreserveliste benannt sein.
Kreiswahlleiter ist der Oberbürgermeister der Stadt Leverkusen, Reinhard Buchhorn, stellvertretender Kreiswahleiter ist der Beigeordnete Frank Stein.
Bei der Landtagswahl ist wahlberechtigt, wer am Wahltag die üblichen Wahlrechtsvoraussetzungen (deutsche Staatsangehörigkeit, Vollendung des 18. Lebensjahres, kein Ausschluss vom Wahlrecht durch vollständige Betreuung oder Strafrichterspruch) erfüllt und mindestens seit dem 16. Tag vor der Wahl, also seit dem 23. April 2010 in einer Gemeinde Nordrhein-Westfalens seine (Haupt-)Wohnung hat.
Die Stadt Leverkusen bildet wie bei der letzten Landtagswahl 2005 komplett den Wahlkreis 20.
Das Stadtgebiet Leverkusens ist wieder in insgesamt 106 Stimmbezirke eingeteilt. Zu jedem Stimmbezirk gehört ein Wahlraum, in dem jeweils ein Wahlvorstand tätig wird. Durch die bis zum 18. April 2010 versandten Wahlbenachrichtigungen haben die Wahlberechtigten erfahren, welchem von 106 Stimmbezirken der Stadt Leverkusen sie zugeordnet wurden.
Auf dem Stimmzettel der Landtagswahl sind bei einer durch den Landeswahlleiter festgesetzten landeseinheitlichen Nummernfolge für den Wahlkreis 20 nur sechs Bewerber aufgeführt, da die übrigen 19 landesweit zugelassenen Parteien keinen Kandidaten für den Wahlkreis 20 aufgestellt haben.
Folgende Bewerber wurden benannt:
1. Christlich Demokratische CDU
Union Deutschlands
Rüdiger Scholz
Lehrer
Oderstraße 36, 51371 Leverkusen
2. Sozialdemokratische SPD
Partei Deutschlands
Josefa (Eva) Lux
Hausfrau
Friedrich-Ebert-Straße 49, 51373 Leverkusen
3. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN GRÜNE
Dirk Udo Trapphagen
Bauingenieur
Heinrich-Böll-Straße 33, 10, 51371 Leverkusen
4. Freie Demokratische Partei FDP
Timur Lutfullin
Jura-Student
In Holzhausen 58, 51381 Leverkusen
6. Die Linke Die Linke
Ruth Tietz
Krankenschwester zurzeit in Rente
Max-Liebermann-Straße 6, 51375 Leverkusen
21. pro NRW Bürgerbewegung pro Nordrhein-Westfalen
Markus Beisicht
Rechtsanwalt
Tannenweg 7, 51381 Leverkusen
Das vorläufige amtliche Endergebnis der Landtagswahl im Wahlkreis 20 könnte am Sonntag, 9. Mai, nach 21:00 Uhr, feststehen und vom Oberbürgermeister verkündet werden.
Sollte eine Partei mehr Direktmandate in den Wahlkreisen erreicht haben, als ihr Sitze im Landtag zustehen, so verbleiben ihr die Direktmandate als sog. Überhangmandate trotzdem erhalten. Um das Gesamtwahlergebnis nicht zu verfälschen, erhalten die übrigen Parteien entsprechende Ausgleichsmandate, so dass dadurch durchaus mehr als 181 Abgeordnete im nächsten Landtag NRW einrücken könnten.
Veränderungen von Wahllokalen im Vergleich zum Wahljahr 2009 ergaben sich in folgenden Fällen:
Stimmbezirk
174
Neu
Kath. Pfarrheim St. Stephanus, Heinrich-Brüning-Straße 136
Alt
GGS Im Steinfeld, Im Steinfeld 45
Grund:
Das alte Wahllokal war nur eine Notlösung zur KW/BW2009, weil das neue damals nicht zur Verfügung stand.
241/251
Neu
Montanus-Realschule, Steinbücheler Straße 50
Alt
GGS und Comeniusschule, Heinrich-Lübke-Straße 140
Grund:
Im früheren Gebäude steht wegen Umbau nur noch ein Raum zur Verfügung.
In folgenden 34 von 106 Stimmbezirken ist der Wahlraum nicht barrierefrei das heißt für Rollstuhlfahrer nicht ohne Hilfestellung erreichbar:
Im Stadtbezirk I
Stimmbezirke: 013, 021, 051, 052, 053, 081, 082 Im Stadtbezirk II
Stimmbezirke: 101, 103, 142, 144, 145, 151, 181, 182, 184, 192, 193, 194 Im Stadtbezirk III
Stimmbezirke: 203, 204, 211, 212, 213, 214, 224, 234, 242, 243, 252, 253, 254, 261, 293
In folgenden 17 von 106 Stimmbezirken ist der Wahlraum über Nebeneingänge des Wahlgebäudes und/oder Behelfsrampen für Rollstuhlfahrer erreichbar:
Am Wahlgebäude ist eine Hinweisbeschilderung angebracht.
Im Stadtbezirk I
Stimmbezirke: 012, 031, 032, 043
Im Stadtbezirk II
Stimmbezirke: 104, 105, 133, 134, 152, 161, 162, 163 Im Stadtbezirk III
Stimmbezirke: 201, 202, 244, 262, 263
Für die übrigen Stimmbezirke sind die Wahlräume barrierefrei erreichbar.
Auf der Wahlbenachrichtigung befindet sich in diesem Fall das bekannte Logo é.
Wahl durch Sehbehinderte
Für die Landtagswahl werden Sehbehinderten auf deren Anforderung Hilfsmittel (Stimmzettelschablone und Zubehör) für die eigenhändige Stimmabgabe zur Verfügung gestellt. Die Anforderung ist an den BSVN Blinden- und Sehbehindertenverband NRW e.V., Telefon: 02159/96550, E-Mail-Adresse: bsv-nordrhein@t-online.de, zu richten.
Die Schablone ist durch einen technischen Fehler bei der Herstellung des Stimmzettels (dieser ist 12 mm zu kurz) allerdings nur mit Hilfestellung nutzbar.
Wahlpersonal
Zu bilden waren 106 Wahlvorstände und zur Bewältigung des Briefwahlaufkommens 29 Briefwahlvorstände, die je nach Zahl der Wahlberechtigten mit fünf bis acht Personen besetzt sind. Im Bürgerbüro selbst ist wiederum eine Zahl von etwa 40 Personen für Dienstaufsicht, Telefondienste, Auskünfte, Computereingaben und Reserve für Personalausfälle vorgesehen. Zur Besetzung der Wahlvorstände wurden neben städtischen Mitarbeitern und Mitgliedern aller örtlichen Parteien einige Mitarbeitern anderer örtlicher Behörden und Firmen sowie viele freiwillige Bürger herangezogen, die sich freundlicherweise bereit erklärt hatten, ein Wahlehrenamt zu übernehmen.
Knapp tausend Wahlhelfer sind an diesem Wochenende im Einsatz. Davon sind 798 Freiwillige und 196 Mitarbeiter aus der Stadtverwaltung und anderen Behörden und Institutionen.
Briefwahl
Die Briefwahlbeteiligung liegt bei dieser Landtagswahl bei 15.601 von 117.908 Wahlberechtigten (Stand 07. Mai, 13.00 Uhr) auf höherem Niveau wie bei der Landtagswahl von 2005 mit am Ende 14.077 Briefwählern von damals 117.434 Wahlberechtigten. Die Zahl kann sich noch geringfügig erhöhen, da im Rathaus am Freitag, 7. Mai. noch bis 18.00 Uhr Briefwahl möglich ist.
Bei plötzlicher Erkrankung auch noch am Wahltag bis 15:00 Uhr.
Internet
Im Internet ausgehend von einem Link auf der Homepage der Stadt (