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Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 11.05.2010


“Das möge Gott verhüten!” - Lesung im Rahmen des Lila Salon

Iserlohn.

Über die Katholische Kirche wird viel geredet und noch mehr spekuliert, denn nur selten kann hinter die Mauern des Vatikans oder der Klöster geschaut werden. Informationen aus erster Hand bietet nun die ehemalige katholische Ordensschwester Majella Lenzen am Mittwoch, 19. Mai, um 19.30 Uhr im Varnhagenhaus, Piepenstockstraße 21, in Iserlohn, in ihrer Lesung “Das möge Gott verhüten! - Warum ich keine Nonne mehr sein kann”. Der Eintritt kostet fünf Euro einschließlich Getränke.

Majella Lenzen bricht ein Tabu und berichtet von ihren Erfahrungen als Schwester Maria Lauda. 33 Jahre war sie im Dienst der Kirche in Afrika tätig. In Tansania baute die gelernte Krankenschwester ein Krankenhaus auf. Lepra, Malaria, Kaiserschnitte und Amputationen gehörten ebenso zu ihrem Alltag wie die Leitung des Turiani Hospitals. Sie besuchte Management-Seminare in London, doch in der Kirche blieb sie unmündig. Sie wurde als Provinzoberin nach Simbabwe versetzt. Weil sie versuchte, die Ordensregeln zu erneuern, wurde sie zwangsversetzt in eine von HIV betroffene Krisenregion. Als sie Kondome in das Rotlichtviertel von Morogoro transportierte, provozierte sie einen Skandal. Sie wurde von ihrem Bischof ohne jede Absicherung entlassen und von ihren Gelübden entbunden. Ihre Erfahrungen hat Majella Lenzen in einem Buch niedergeschrieben.

Veranstalterinnen sind die Gleichstellungsstelle der Stadt Iserlohn und die Frauenarbeit im Ev. Kirchenkreis Iserlohn.



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