Kreis Unna - Presse und Kommunikation

19. Mai 2010

Hilfe bei Erziehungsproblemen

Psychologische Beratungsstelle ist gefragt

Kreis Unna. (PK) Mit den gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte stehen auch Erziehungsberechtigte vor neuen Herausforderungen. Veränderte Strukturen wie Ein-Eltern- oder Patchwork-Familien, steigender Leistungsdruck in Schule und Gesellschaft, der Wunsch oder auch die Notwendigkeit, Familie und Beruf zu vereinbaren – diese und andere Faktoren führen zu neuen Anforderungen und Bedürfnissen innerhalb der Familien, die bewältigt werden müssen. Oft läuft dann im täglichen Miteinander und auch in der Erziehung nicht alles so rund, wie man das gerne hätte.

An dieser Stelle kann die psychologische Beratungsstelle des Kreises helfen – und diese verzeichnet auch eine stetig wachsende Nachfrage. „Im Jahr 2000 lag die Zahl der Familien mit Beratungsbedarf aus Bönen, Fröndenberg und Holzwickede bei insgesamt 343, im vergangenen Jahr haben wir bereits über 500 Familien beraten. Dabei kamen 141 Familien aus Bönen, aus Holzwickede meldeten sich 194 und aus Fröndenberg 167 Familien an“, berichtet Joachim Rüttimann, Leiter der Einrichtung an der Rausinger Straße in Holzwickede und dort als Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut und Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeut tätig.

Rat und Hilfe finden hier Kinder, Jugendliche und deren Erziehungsberechtigte bei Schwierigkeiten innerhalb der Familien, bei Erziehungsfragen und in persönlichen Krisensituationen. „Die Probleme, die an uns herangetragen werden, sind sehr unterschiedlich. Extreme Geschwisterrivalität und Aggressivität kann das Familienleben ebenso belasten wie Entwicklungsprobleme, Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern oder aber die Bewältigung von Trennung oder Scheidung“, gibt Rüttimann einen Einblick in das umfassende Tätigkeitsfeld der Beratungsstelle.

Die Beratung erfolgt kostenfrei und auf jeden Fall vertraulich – ob die Familien sich aus eigener Initiative an die Einrichtung des Kreises wenden, oder aber ob das Team der Beratungsstelle ergänzend von der Jugendhilfe hinzugezogen wird. Im Bedarfsfall arbeitet die Psychologische Beratungsstelle mit anderen Institutionen wie Kindertageseinrichtungen, Schulen oder dem Allgemeinen Sozialdienst zusammen.

Der Arbeitsansatz des vierköpfigen Teams der Beratungsstelle, das neben dem Psychologen Rüttimann aus einer Heilpädagogin, einer Sozialarbeiterin und einem Sozialarbeiter besteht, ist familienorientiert und ganzheitlich. „Manchen Familien ist schon mit einigen Tipps und Ratschlägen in Einzelgesprächen zu konkreten Problemsituationen geholfen. In anderen Fällen können beispielsweise eine Familienberatung oder auch heilpädagogische bzw. psychotherapeutische Maßnahmen erforderlich sein“, unterstreicht Rüttimann, dass für jede ratsuchende Familie oder Einzelperson ein individuelles und bedarfsgerechtes Angebot zur Problemlösung erarbeitet wird.

Froh ist er darüber, dass dem Team seit dem Umzug in die Rausinger Straße im vergangenen Jahr nun großzügigere Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, denn die hellen, freundlichen Räume bieten ausreichend Platz für Beratungsgespräche in ruhiger und angenehmer Atmosphäre. Auch zwei Konferenzräume für Arbeitskreise und Gruppenarbeit und ein Besucherwartezimmer sind nun vorhanden.

Das Angebot der Psychologischen Beratungsstelle des Kreises und die neuen Räumlichkeiten können sich Interessierte am kommenden Samstag (22. Mai) beim Tag der offenen Tür der Einrichtung von 11 bis 18 Uhr anschauen und vorstellen lassen. Auf die Besucher wartet zudem ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie, wie z.B. eine Malaktion, Kinderschminken, eine Hüpfburg und Ballonzauber.


Pressekontakt: Kreis Unna - Presse und Kommunikation, Silke Schmücker, Fon 02303 27-1113, E-Mail silke.schmuecker@kreis-unna.de


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