01. Juni 2010.
Seit heute (1. Juni 2010) ist die Stadt Kassel die erste nordhessische Kommune und damit eine der ersten bundesdeutschen Städte, die die bundesweit einheitliche Behördennummer 115 einführt. „Wir wollen mit diesem modernen Telefonservice für noch mehr Bürgernähe und Kundenzufriedenheit in Kassel sorgen“, freut sich Oberbürgermeister Bertram Hilgen beim Projektstart. Mit der einfach zu merkenden Rufnummer 115 sei das vor sechs Wochen eröffnete Servicecenter zusätzlich zur Servicenummer 787-787 in der bundesweit für 115 einheitlichen Servicezeit von montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr erster Ansprechpartner in Verwaltungsfragen für die Kasseler Bürgerinnen und Bürger sowie die Wirtschaft, so der Kasseler Oberbürgermeister.
Kassel stoße damit zum Kreis ausgewählter Modellregionen, die seit über einem Jahr mit der 115 einen direkten telefonischen Kontakt in die öffentliche Verwaltung anböten. „Wir rechnen in den ersten Tagen mit einem wahren Ansturm von Telefonaten. Die Erfahrungen aus dem laufenden Betrieb werden aber dazu beitragen, dass wir Stück für Stück weiter unseren Service verbessern können“, ist Hilgen überzeugt. Da ein Anruf bei der 115 derzeit aus dem Festnetz der Deutschen Telekom AG sieben Cent pro Minute koste, die Tarife aus den Mobilfunknetzen sogar überwiegend zwischen 17 und 29 Cent pro Minute lägen, appelliert der Kasseler OB an die Telekommunikationsunternehmen, nutzerfreundlichere Tarife bei der Wahl der 115 anzubieten. „Nur dann kann auf Dauer die breite Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern für das neue Angebot erreicht werden“, zeigt sich Hilgen abschließend sicher.
Über die Behördennummer
Übergreifendes Ziel der Behördenrufnummer 115 ist es, allen Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zur öffentlichen Verwaltung zu erleichtern, und zwar egal, ob es nun um Angelegenheiten der Städte, des Landes oder des Bundes geht. Die sonst in Ämtern und Behörden immer zentrale Frage nach der Zuständigkeit rückt bei 115 in den absoluten Hintergrund. Ob Fragen zu Ausweisen, Lohnsteuerkarte, Führerschein, Kfz-Zulassung oder Elterngeld, Versenden von Formularen oder Bestellen von Sperrmüll - unter der Telefonnummer 115 erhalten Bürgerinnen und Bürger umfassend und freundlich Auskunft, unabhängig davon, welche Institution die Dienstleistung anbietet.
Seit dem 24. März 2009 erhalten 13 Millionen Bürgerinnen und Bürger in teilnehmenden Modellregionen mit der 115 erstmalig einen direkten, telefonischen Zugang in die öffentliche Verwaltung und dadurch verlässliche Auskünfte und Hilfestellungen - unabhängig von lokalen und verwaltungsinternen Zuständigkeiten. D115 ist ein ebenenübergreifendes Projekt von Bund, Ländern und Kommunen mit großer Öffentlichkeitswirkung und ein wesentlicher Beitrag für eine umfangreiche Modernisierungsstrategie, deren Ziel es ist, die öffentliche Verwaltung zu modernisieren und Bürokratie abzubauen, ohne in die föderalen Zuständigkeiten einzugreifen.
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