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Magdeburg, 04. Juni 2010
Grundschule "Alt Olvenstedt" bietet jetzt beste Unterrichtsbedingungen
OB übergab sanierten Gebäudekomplex seiner Bestimmung

Ottostadt Magdeburg.

 

 

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hat heute den sanierten Schulkomplex in der Helmstedter Chaussee offiziell seiner Bestimmung übergeben. Die Grundschule "Alt Olvenstedt" gehört mit vier weiteren Schulstandorten zum zweiten PPP-Paket, das ein Investitionsvolumen von rund 23,5 Millionen Euro hat. Die heutige Veranstaltung war die dritte Übergabe einer PPP-Schule in dieser Woche.

 

"Die Grundschule bietet jetzt beste Unterrichtsbedingungen für Schüler und Lehrer und gehört zu den modernsten Schulen in Magdeburg", freut sich Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. "Mein Dank gilt allen an der Sanierung beteiligten Firmen und Unternehmen sowie der PPP-Projektgesellschaft, die die Aufnahme des Schulbetriebes pünktlich zum Beginn des 2. Schulhalbjahres sichergestellt hatte."

 

Ein großer Teil des Schulkomplexes wurde komplett neu gebaut. Dazu gehören das dreigeschossige Schulgebäudes und die neue Sporthalle. Zuvor waren das 1877 errichtete Schulgebäude sowie die alte, bauordnungsrechtlich gesperrte Sporthalle abgerissen worden. Zu den bis Mitte Februar dieses Jahres ausgeführten Baumaßnahmen gehören außerdem die Komplettsanierung eines früheren Schulgebäudes zu einem modernen Hort, die Neugestaltung der Außenanlagen, der Bau moderner Sportflächen mit Bolzplatz, Laufbahn und Weitsprunggrube sowie die Errichtung eines "grünen Klassenzimmers" als überdachte Anlage im Freien.

 

Der Schulkomplex in Alt Olvenstedt gehört zum zweiten von insgesamt vier PPP-Paketen zur Sanierung von Schulen in Magdeburg. Weitere Gebäude dieses Paketes sind die Grundschule "Am Elbdamm"/Sekundarschule "Thomas Mann" in der Cracauer Straße 8/10, die Grundschule "Bertolt-Brecht-Straße" in der Leipziger Straße 46, die Grundschule "Annastraße" in der Annastraße 17 und die Förderschule "Makarenko"/Grundschule "Im Nordpark", Am Weinhof 6. In allen Schulen wurde der Unterricht pünktlich zum Start des 2. Schulhalbjahres aufgenommen.

 

Für die Sanierung der fünf Schulen des zweiten PPP-Paketes hatte sich nach einer europaweiten Ausschreibung ein in Magdeburg ansässiges mittelständisches Bieterkonsortium unter der Federführung der SALEG Sachsen-anhaltinische Landesentwicklungsgesellschaft mbH als Investor durchgesetzt. Zur Realisierung des Vorhabens wurde die "Magdeburger Bau und Schulservice GmbH" als Projektgesellschaft gegründet, der neben der SALEG auch die GETEC AG angehört. Finanzierungspartner sind die Bremer Landesbank und die Stadtsparkasse Magdeburg. Die "Magdeburger Bau- und Schulservice GmbH" hatte die Planung, Finanzierung und Umsetzung der Sanierung übernommen und ist jetzt auch für den laufenden Betrieb verantwortlich.

 

Die Stadt bleibt Eigentümer der Gebäude und der Liegenschaften und zahlt dem Betreiber ein monatliches Entgelt für seine Betreiberaufwendungen. Das Investitionsvolumen für das zweite PPP-Paket beträgt rund 23,5 Mio. Euro, einschließlich der Zwischenfinanzierungskosten. Vertraglich vereinbart wurde eine Laufzeit von 30 Jahren zur Refinanzierung der Investitionen. Die Zahlungsverpflichtung für die Landeshauptstadt begann mit Fertigstellung und Abnahme der betriebsbereiten Schulen.

 

Für den Betrieb der Schulanlagen wurde eine Dauer von 20 Jahren vereinbart. Darüber hinaus hatten sich die Partner auf ein umfangreiches Sicherheitenkonzept – einschließlich der üblichen Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsbürgschaften – sowie auf eine weitreichende Übertragung von Planungs-, Bau- und Betriebsrisiken auf die Bietergemeinschaft verständigt. Vereinbart wurde außerdem, dass die künftigen Betreiber für die regelmäßige Instandhaltung und Instandsetzung der Schulen sorgen.

 

Konkrete, standortbezogene und mit dem Fachbereich Schule und Sport der Stadtverwaltung abgestimmte Nutzerprofile stellen sicher, dass die Schulen auch künftig von Vereinen und Dritten genutzt werden können. Dies gilt insbesondere für die Sportstätten.

 


Hintergrundinformationen zum PPP-Programm

Insgesamt 20 Schulanlagen saniert die Landeshauptstadt im Rahmen einer Public-Private-Partnership, um den Sanierungsstau an Schulen zügig abzubauen. Mit der mittelfristigen Schulentwicklungsplanung hatte die Stadtverwaltung zunächst festgelegt, welche Schulen langfristig Bestand haben und auch entschieden, welche Gebäude weiterhin genutzt werden sollen.

 

Die insgesamt 20 kommunalen Schulanlagen, die Aufnahme in das PPP-Programm gefunden haben, sind auf vier Pakete verteilt, die vom Stadtrat beschlossen wurden. Für jedes Paket wurde bzw. wird durch europaweite Ausschreibung ein Auftragnehmer gesucht.

 

Zum ersten Paket gehören die IGS "Regine Hildebrandt", das Werner-von-Siemens-Gymnasium, die Grundschulen "Friedenshöhe" und "Weitlingstraße" und die Berufsbildenden Schulen "Otto von Guericke" (Haus A). Alle Schulen  wurden im Sommer 2009 an die Nutzer übergeben.

 

Im zweiten PPP-Paket sind die Grundschulen "Alt Olvenstedt", "Annastraße", "Bertolt-Brecht-Straße" (am Standort Leipziger Straße 46), die Grundschule "Am Nordpark"/Förderschule Makarenko sowie die Grundschule "Elbdamm"/Sekundarschule "Thomas Mann" (am Standort Cracauer Straße) enthalten.

 
Zum dritten PPP-Paket gehören die Grundschulen "Buckau" und "Salbke", die Sekundarschulen "Heinrich Heine" und "August Wilhelm Francke" sowie das Geschwister-Scholl-Gymnasium. Die Sanierung dieser Schulen endet im Februar 2011.

 

Mit dem vierten PPP-Paket sollen die Grundschulen "Am Hopfengarten", "Umfassungsstraße" und "Nordwest", die Förderschule "Hugo Kükelhaus" und die Integrierte Gesamtschule "Willy Brandt" saniert werden. Am Donnerstag vergangener Woche hat der Stadtrat der Vergabe zugestimmt.



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