Wettbewerbsteilnehmer für die Umfeldgestaltung des geplanten Tunnels stehen fest
Planfeststellungsverfahren beginnt im Juli
Die neun teilnehmenden Planungsbüros für den Wettbewerb zur Umfeldgestaltung des geplanten Tunnels unter der Eisenbahnüberführung Ernst-Reuter-Allee stehen fest. Neben drei renommierten mitteldeutschen Büros, die das Stadtplanungsamt bereits Anfang dieses Jahres zum Wettbewerb eingeladen hatte, wurden nach dem kürzlich beendeten Bewer-bungsverfahren sechs weitere Planungsbüros ausgewählt. Bis 10. August dieses Jahres haben die Wettbewerbsteilnehmer Zeit zur Ideenentwicklung.
Dabei sollen realisierbare Konzepte entwickelt werden, die den funktionalen und gestalterischen Anforderungen an die sensible Lage entsprechen. Der oder die Preisträger werden nach Abschluss des Wettbewerbes mit der Freiraumplanung für das Tunnelumfeld beauftragt. Als Wettbewerbssumme stehen insgesamt 66.000 Euro zur Verfügung. Diese setzt sich aus Bearbeitungshonoraren und Preisgeldern zusammen.
Die Schwerpunkte der Wettbewerbsaufgabe liegen in der dem Standort angemessenen Gestaltung der entstehenden Freiräume und der neu zu errichtenden Haltestellen sowie in der Formgebung der Tunnelein- und Ausfahrten. Auch der Einsatz von regenerativen Energien, die Nachhaltigkeit der Idee und die stadträumliche Qualität müssen erkennbar sein. Die Wettbewerbsaufgabe kann auch im Internet unter www.magdeburg.de unter der Rubrik Planen und Bauen aufgerufen werden.
Die neun Planungsbüros, zu denen sowohl regional als auch europaweit tätige Büros gehören, sind interdisziplinäre Arbeitsgemeinschaften von Landschaftsarchitekten, Architekten und/oder Stadtplanern. Die Durchführung des Wettbewerbs erfolgt auf der Grundlage der Richtlinie für Planungswettbewerbe. Die Architektenkammer des Landes Sachsen-Anhalt begleitet das Verfahren.
Das Preisgericht tagt am 6. September 2010. Neben Vertretern der Landeshauptstadt Magdeburg – unter anderem Vertreter aus den Fraktionen des Stadtrates – sind im Preisgericht deutschlandweit tätige Fachplaner und anerkannte Vertreter verschiedener Hochschulen, beispielsweise der Rektor der TU Dresden Professor Hermann Kokenge, vertreten. Die Jury wird nach ihrer Sitzung eine Empfehlung aussprechen, welches der Konzepte weiterverfolgt werden soll.
Das Projekt "Eisenbahnüberführung Ernst-Reuter-Allee" ist mit einem Bauvolumen von rund 45 Mio. Euro und einer Bauzeit von ca. 3,5 Jahren eines der größten Verkehrsprojekte der Ottostadt Magdeburg seit der Wiedervereinigung. Der Stadtrat hatte am 11. Dezember 2009 die Entwurfsplanung und die Haushaltsmittel zum Bau des Straßentunnels in der Ernst-Reuter-Allee bestätigt. Daraufhin wurde zwischen der Landeshauptstadt Magdeburg und der Deutsche Bahn AG am 18. Dezember 2009 die Kreuzungsvereinbarung unterzeichnet.
Das Planfeststellungsverfahren beginnt im Juli, der genaue Termin wird rechtzeitig öffentlich bekannt gegeben.
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